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#1 |
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Lyrische Emotion
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.042
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Mondlichttraum Ich hatte einen Mondlichttraum, er führte mich durch Zeit und Raum, an wundersame Orte, dort fielen tausend Worte, die niemand je gesprochen hat, wie Zeichen auf ein leeres Blatt. Ich sah des Himmels Spiegelung im Schatten der Erinnerung und bunte Seifenblasen aus Schäfchenwolken rasen, sie stürmten wie ein Wirbelwind durch mein Gedankenlabyrinth. Hier flogen Wale durch die Luft, mit Silberflügeln, und ein Duft betörender Aromen entströmte den Phantomen der uferlosen Unterwelt hoch über ihrem Himmelszelt. Die Hymne einer Nachtigall erklang von einem Wasserfall, sein Nass floss still nach oben, in Perlen, die zerstoben, im Rhythmus ihrer Melodie zum Spiritus der Lichtmagie. Hier gab es weder Krieg noch Leid, kein Blutvergießen weit und breit, es gab nur Harmonien in meinen Fantasien, so friedvoll war das Leben hier und dieser Traum gehörte mir. Falderwald . .. .
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Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald) Für alle meine Texte gilt: © Falderwald --> --> --> --> --> Wichtig: Tipps zur Software |
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#2 |
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Max Vödisch
Registriert seit: 26.03.2013
Ort: Osterzell
Beiträge: 88
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Hallo Falderwald,
ein wirklich gelungener, farbenfroher Ausflug in die Welt des Surrealen. Besonders das Bild des nach oben fließenden Wasserfalls und der Wale mit Silberflügeln verleiht dem Gedicht eine wunderbare, traumhafte Leichtigkeit. Der flüssige Rhythmus trägt den Leser mühelos durch diese harmonische Fantasiewelt. Ein sehr schöner und friedvoller Text, den ich gerne gelesen habe. Liebe Grüße Max |
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#3 |
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Lyrische Emotion
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.042
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Hallo Max,
vielen Dank. Freut mich, dass die Bilder und der Rhythmus für dich funktioniert haben. Der Text sollte genau diese leichte, surreal-traumhafte Bewegung tragen — schön, dass sie bei dir angekommen ist. Liebe Grüße ![]() Falderwald
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Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald) Für alle meine Texte gilt: © Falderwald --> --> --> --> --> Wichtig: Tipps zur Software |
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#4 |
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Eiland-Dichter
Registriert seit: 18.04.2021
Beiträge: 95
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Ahh, here we go, das kommt wie gerufen: erstmal gefällt mir dieses Gedicht in diesem selbst gewählten Rhythmus vom Fluss her viel, viel besser, als die anderen, die ich so von dir gelesen habe - man bekommt eine Ahnung vom Klang deiner Stimme.
Sonst allerdings, auch wenn ich mir sehr sicher bin, dass du hierfür, egal, wo du es vorlegst, Applaus ernten wirst, stelle ich mir weiterhin die Frage: ist die Fantasie, auf die du dich hier verlegst, ein Raum, der alles umschließen will, oder einer, der ausschließt, dich einzuschließen? In jedem deiner letzten Gedichte, abgesehen von "Zäsur", ist da irgendwie, irgendwo, irgendwer vor dem du dich irgendwie meinst fliehen zu müssen, der Dichter, dessen Ton dein Trommelfell maltretiert, die Fressen im TV, der PitBull (zu bedenken: wenns nur Muskel ist und nen Maulkorb trägt, tragen soll, könnte es sich in dieser Welt vielleicht auch um ein freies Herz handeln, Beschreibung passt auf beide), hier spielt auch wieder eine uferlose Unterwelt eine Rolle - fast könnte man meinen, es sei der immer selbe Raum in gleicher Größe, in dem sich die Dinge abspielen. Was sich ändert, ist die Tapete, im Gegensatz zum Anstrich, den du dir selbst gibst, wenn sich in deinen Texten ständig ein Wesen auftut, dass sich vom Leben um sich herum bedroht fühlt, weil es sich offensichtlich einfach zu wunderbar und rein hält für diese, aus irgend einem, nicht näher klar werdenden Grund. Und da werde ich stutzig, immer. Und wurde es bisher auch noch nie grundlos. Weißt du, dein Geschmack an Gedichten sei dir unbenommen, aber kannst du verstehen, dass es durchaus auch als Dissonanz wahr genommen werden kann, wenn du den miesen Kern dieser Welt, auf dem deine Gedichte einerseits explizit basieren, überall siehst, nur nicht in dir? Er steckt, ohne sich immer böswillig zu äußern, in jedem von uns und gerade Dichter müssten doch mit diesem Umstand arbeiten, anstatt sich durch ihn bloß zu schmücken. Irgendwas passt nicht, wenn du auf dieser kranken Basis, über die wir nicht diskutieren brauchen, innerhalb deiner Gedichte, offensichtlich einfach qua deiner selbst erwächst zu ihrem makellosen, schilldernden Gegenteil. Irgendwas passt da nicht. Oder nicht? So wird doch aus Fantasie, der Ebene, auf der wir denken, fühlen, kämpfen dürfen und müssen, wo Dinge schön sein können, einfach nur, indem wir ihnen einen Sinn geben, doch nen Bunker. Und in ihm alles grauingrau, gerade wenn's auffällig , zu auffällig, glitzert. Womit wir beim nächsten Punkt wären, meinem absoluten Steckenpferd: Bildern. Fliegende Wale mit silbernen Flügeln? Gehen klar, ebenso wie die Wasserfälle, die hochwärts fließen. Seifenblasen, die aus Wolken RASEN; too much. Erst Recht, wenn sie die Richtung des wehenden Windes offenbaren, indem sie trotz ihrer Freiheit einem Weg folgen, der ein linearer ist. Du verfällst innerhalb dieser Strophe in Kitsch, und ich weiß, was es bedeutet, wenn dieser einem Dichter unterläuft. Versteh mich nicht falsch, ich bin der letzte Mensch, der es nicht verstünde, wenn sich jemand hier wegwünschen wollte, wir sind zwei Mausklicks und wenige Sekunden von Threads entfernt, wo mir breit grinsend mein baldiger Tod prophezeit, die Reste, die die Einsamkeit zweitweise aus mir machte, choral belacht werden. Aber gerade deshalb. Gerade deshalb... Und von mir aus darfst du auch gerne glauben, die Dinge, die ich hier sage, seien irgendwie Beweis sowohl für die Richtigkeit sowohl deines Flucht- als auch des Beißreflexes, der damals eben zu Dingen führte. Wahr ist trotzdem lediglich, dass ich bloß schuldig bin, deine Gedichte mit freien Sinnen gelesen und überdies mit Respekt behandelt zu haben, auch wenn ich diesen, zugegeben, vor dir als Person, nicht habe. |
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#5 |
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Lyrische Emotion
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.042
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Hallo MakaVeli,
ich antworte dir jetzt einmal klar und ohne Umschweife. Du hast meinen Text gelesen, aber nicht meinen Text kommentiert. Stattdessen hast du versucht, aus meinen Gedichten eine psychologische Diagnose zu konstruieren und mir Motive, Fluchtbewegungen und Charaktereigenschaften zu unterstellen, die ausschließlich in deiner Interpretation existieren. Das ist kein literarischer Austausch, sondern ein persönlicher Angriff im Gewand einer Analyse. Fantasie ist ein Stilmittel, kein Bunker. Surrealismus ist ein Werkzeug, kein Hilferuf. Und dass du aus bewusst traumlogischen Bildern eine „Dissonanz“ meiner Person ableitest, sagt nichts über mich — aber sehr viel über deine Lesetechnik. Du behauptest, ich würde mich „zu wunderbar und rein“ halten, während du gleichzeitig versuchst, mich in eine Ecke zu stellen, in die du mich gern hättest. Das ist nicht nur anmaßend, sondern auch rhetorisch unsauber. Wenn du Kitsch siehst, ist das dein Blick. Wenn du Flucht siehst, ist das dein Thema. Wenn du in jedem Text denselben „Raum“ erkennst, dann ist das deine Projektion, nicht meine Poetik. Und dass du am Ende betonst, du hättest „vor mir als Person keinen Respekt“, zeigt deutlich, dass es dir nicht um den Text geht, sondern um eine Abwertung meiner Person. Ich schreibe Gedichte. Du schreibst über mich. Das sind zwei verschiedene Ebenen. Wenn du über Texte sprechen willst, tu das gern. Wenn du über mich sprechen willst, lass es. Viele Grüße Falderwald
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