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ginTon
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Standard WO IST DER GELBE MILCHKRUG, FRAU VOGEL

.
Worte zur Kunst: Neue Wilde
WO IST DER GELBE MILCHKRUG, FRAU VOGEL
(Blankosonett)

wo ist der gelbe Milchkrug, Hr. Dr. Vogel
das neue Radikal in deinem Wort
den Wörtern einen Hauch von schräg zu geben
like «A New Spirit» in dem «Zeitgeist» Art

sind wir gefangen oder abgekehrte
Standortbestimmung, die sich Bilder sucht
den Körper als Konstrukt MORPH darzustellen
wie eine lila Laune: a l l e s f l i e ß t

gekritzelt steht mir besser als gleichförmig
massstabsgetreu der Mitte angepasst
die sich stilistisch in der Form bewegte

X ist gleich fade, hat sich ausgelebt
dass Sterne wild aus ihren Bahnen fielen
endgültig vor und kurz nach dem Zusammenbruch…




»dass Sterne wild aus ihren Bahnen fielen« ist ein etwas abgeändertes Zitat Oberons aus William Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum, siehe: hier. Oberon wiederum wurde von Georg Baselitz, dessen titelgebendes Werk WO IST DER GELBE MILCHKRUG, FRAU VOGEL hier verarbeitet wurde, sowie Eugen Schönebeck in ihrem "Pandämonischen Manifest", siehe: hier als ein sogenannter "pandämonischer Geist" dargestellt, siehe: hier. Dies alles diente der Neuetablierung einer neuen Kunstform, die sich Neoexpressionismus bzw. Neue Wilde nennt, siehe: hier. Das Zitat »endgültig vor und kurz nach dem Zusammenbruch« ist hingegen in etwas abgeänderter Form dem Gedicht Unwirsche Auskunft von Volker Braun entnommen (Volker Braun. Gegen die symmetrische Welt. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1977, siehe: hier. Das vorliegende Gedicht ist zudem eine kleine Hommage an Georg Baselitz der vor kurzem verstarb. Habe noch über ein anderes Bild von ihm etwas geschrieben.

*Text zum Bild: Georg Baselitz WO IST DER GELBE MILCHKRUG, FRAU VOGEL Tate Galerie, London
.
__________________
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du tust mir einfach gut...

Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)


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