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#8 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 07.06.2015
Ort: Niederrhein
Beiträge: 103
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Hallo Erich,
dein Sonett hat eine schöne Sprachmelodie. Ich muss es mehrfach lesen, um in deinen Stil eintauchen zu können und den Sinn zu erfassen. Es erschließt sich nicht unmittelbar, braucht also Zeit zur Entfaltung (wie guter Wein). Was dem Klang sehr gut tut ist das Spiel mit den Alliterationen, z.B. V2: "Liebe leise Lieder" V4: "stillen Sang [...] dunklen Düften" und ff. noch mehrfach mit "s" Klangqualität ist, wie du mir im anderen Thread schon sagtest, dein großes Steckenpferd hierbei. Ich finde das merkt man. Zwei Stellen fand ich etwas schwer zu sprechen: "und lang versunkne Flotten kreuzten wieder" "vergangne" wäre etwas weicher, wenn auch nicht gleichbedeutend. Flotten können zwar nicht "gehen", was unweigerlich anklingt, aber immerhin untergehen. Es ergäb auch einen kleinen Binnenreim mit "lang". Wäre das eine Alternative für dich? "wo wir noch bluteten aus lichten Wunden," Mir kam folgende Variante in den Sinn: wo uns das Blut noch rann/troff aus lichten Wunden (oder "lief", als Alliteration zu "lichten"). "Troff" klingt dabei am dunkelsten und kontrastiert dadurch das Adjektiv "licht", das so heißt, wie es klingt. Freundliche Grüße vom Stachel |
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