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Ein neuer Morgen Fröhliches und Hoffnungen

 
 
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Alt 31.12.2014, 15:48   #3
AAAAAZ
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Hallo Falderwald,

selbst du wirst nicht ohne Glauben auskommen, wenn du den Horizont betrachtest. Entweder du glaubst denen, die behaupten den Horizont besucht zu haben, die so vermessen waren, ihn gar zu vermessen.
Oder du glaubst nur deinen eigenen Vorstellungen und Phantasien, weil deine eigenen Sinne eben nicht ausreichen können, die Welt persönlich erfassbar und für dich hinlänglich erklärbar zu machen.

Im Gegensatz zu dir glaube ich nicht an eine grundsätzliche Unheilwirkung des Glaubens, soweit sie sich menschenfreundlich ausrichtet. Erst in der unheilvollen Kombination von Machtansprüchen, Habgier, Täuschung, Vorteilssucht, oder in Kombination mit Angst und Traumatas lassen sich solche Horrorszenarien ausdenken und entwickeln, wie wir sie alle zur Zeit zur Genüge erleben können.
Es ist immer noch die grundsätzliche, persönliche Haltung, die dahintersteht.
Da würde es sich wohl keiner hier im Forum so einfach machen, eine schwarz- weiß Schablone auf die Menschheit zu legen, die dem eigenen Glaubensmuster bzw. Nicht- Glaubensmuster entspricht, um in einfachen Schubladen die Spreu vom Weizen trennen zu wollen.
Dafür überzeugen mich zumindest genügend Theisten und Atheisten in meiner persönlichen Umgebung, eben genau mit ihrer persönlich gelebten Haltung.
Die hier im Gedicht angesprochene Welt des Schenkens kann Ausdruck des Aberglaubens und des Humbugs sein, oder persönliche Beziehungen stärken bzw. initiieren.
In welchem Namen? Soll eine Idee direkt mitverkauft werden? Schenken wird nicht selten als weiche (weibliche) Strategie bezeichnet. Strategie? Manipulation? Bestechung?
Ein Konditionieren, Zuckerfest mit Ala, Konfekt und Nüsse beim Lichterfest mit Diwali, Schokoweihnachtsmänner unterm Weihnachtsbaum etc. hinterlässt zumindest einen Süßgeschmack in der Kindheitserinnerung, Wurzeln und Identifikationsmuster.
Klar, wer die Schenkungshoheit besitzt, bestimmt und beherrscht die Insignien und Symbolik des Glaubens, und den mit diesem verbundenen Konsum.
So recht mag sich das Christkind nicht gegen die Verwässerung durch Cola und die Unterwanderung durch den Weihnachtsmann erwehren, und der arme Zuwanderer aus der Fremde geht nicht selten leer aus, obwohl die christliche Lehre z.B. anderes gebietet.
Gerade aber hier erkenne ich eine positive Kraft von Menschen, die z.Zt. eine kritische Diskussion wieder in Gang bringen und die menschenfreundlichen Wurzeln ihrer Religion suchen und wiederentdecken.
Und da ist es mir auch eigentlich egal, was und ob im einzelnen geglaubt wird, wenn die Diskussion nicht auf dem Niveau Gläubige gegen Ungläubige geführt wird.
LG AZ
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