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Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

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Alt 30.03.2011, 21:23   #1
Falderwald
Lyrische Emotion
 
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Liebe Dana,

ist wirklich alles, wie es ist, oder scheint es nur so?

Die Naturwissenschaften freilich stehen auf einem festen Fundament und doch sind auch hier noch viele Fragen offen, was ja auch gut so ist, denn wer weiß wohin es führen würde, könnte der Mensch alles entschlüsseln.

Und da ist ja noch viel mehr, was uns bewegt, nämlich die Sphäre, in die wie nicht vordringen können und welche wir unter dem Begriff der Metaphysik kennen.

Das Grundproblem ist ja, laut Immanuel Kant, daß uns Menschen die Wirklichkeit prinzipiell nur so erscheint, wie dies durch die besondere Struktur unseres Erkenntnisvermögens bedingt ist. Ein Erkenntniszugriff auf die Dinge an sich unabhängig von diesen Erkenntnisbedingungen bleibt daher unmöglich.
Somit bleibt alles spekulativ: Ein Weltganzes, Gott und auch die (unsterbliche) Seele.

Zitat:
Zitat von Immanuel Kant
Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann; denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann; denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.
Gefangen sind wir wahscheinlich nur indirekt, denn ich könnte mir vorstellen, natürlich ebenfalls rein spekulativ versteht sich, daß wir dies nur so lange sind, wie wir in unseren Körpern sind - existieren.
Was danach kommt ist wahrscheinlich die Befreiung von allen Fesseln, denn wenn die Sinne erlöschen und damit der Kontakt zur bekannten Welt abbricht, bleibt nur noch eine "innere" Welt. Zumindest könnte ich mir das vorstellen und da Schopenhauer schon schrieb, "die Welt ist meine Vorstellung", habe ich auch das Recht zu dieser, meiner eigenen Vorstellung.

Aber auch das bleibt wohl nur eine Möglichkeit unter unendlich vielen...


Vielen Dank für deinen Kommentar und die philosophischen Gedanken. .. .


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
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Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)



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