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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 17.01.2017
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Wiener Seeligkeit
Am Abend, wenn die Sonne sinkt und golden über Wien noch winkt, dann wird’s in kleinen Gassen heiter, man sitzt beim Heurigen und singt. Ein Glaserl Wein steht auf dem Tisch, der Duft von Brot und Käse frisch, und irgendwo, ganz leis und sacht, wird eine alte Melodie gemacht. Die Wiener sitzen, plaudern, lachen, erzählen von den kleinen Sachen, vom Leben, das mal schwer, mal leicht – doch heut’ wird’s einfach gestreicht. „Geh, kumm, noch eins!“ – man hebt das Glas, der Abend macht besonders Spaß. Ein bissl Schmäh, ein bissl Glück, und keiner denkt an Zeit zurück. Vom Nebentisch klingt Geigenklang, ein Walzer zieht durch den Raum entlang. Da wird so mancher Blick ganz weich, denn Wien macht selbst die Herzen reich. Und wenn die Nacht die Stadt umhüllt, der Mond die alten Dächer füllt, dann scheint es, als wär’ Wien gemacht für Menschen, die man gerne hat. Vielleicht liegt’s nur am guten Wein, vielleicht muss es die Musik wohl sein – doch wer einmal bei Wien verweilt, spürt, wie die Seele langsam heilt. Man hebt das Glas und sagt: „Zum Wohl!“ Das Leben ist doch wirklich toll. Und über Wien, ganz wunderbar, liegt dieser Zauber – immerdar. So sitzen sie beim letzten Wein, und keiner möchte zu Hause sein. Denn wenn in Wien die Herzen glühen, können in der Nacht noch Rosen blühen. |
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