![]() |
|
|
#1 |
|
Eiland-Dichter
Registriert seit: 14.08.2026
Ort: Heppenheim Bergstraße
Beiträge: 57
|
Was tut ihr mir nur an mit euren Reimen?
Ich kann Sonetten nicht mehr widerstehen! Ich brauche Stunden um das Buch zu leimen den Shakespeare und dann werdet ihr schon sehen Der Jambus wird mir graue Haare machen das weiß ich jetzt schon aber immer weiter da gibt es nichts zu feixen oder lachen wer etwas übt wird manchmal auch gescheiter Gezählt, verworfen, wieder neu begonnen es wird mir klar das ist wie eine Sucht Es sind drei Stunden eben erst veronnen ich hab geweint, gedichtet und geflucht Es ging doch jetzt recht fix was soll ich klagen? und morgen werd ich es noch einmal wagen PS: Beim Titel fehlt dem Shakespeare doch ein e-lein am Ende. Geändert von Floris (Gestern um 21:21 Uhr) |
|
|
|
|
|
#2 | |
|
Lyrische Emotion
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.132
|
Liebe Floris,
hahaha, ich musste grinsen – jetzt hat dich das Sonettfieber also auch erwischt. Und wie: Das hier ist ein richtig hübsches Shakespeare‑Sonett geworden, komplett mit Reimstruktur, sauberer Führung und diesem leicht selbstironischen Ton, der das Ganze trägt. Man merkt, wie du dich durch Jambus, Zählerei und Flucherei gearbeitet hast, und genau das macht den Text charmant. Die letzte Zeile ist ein schöner Abschluss, weil sie zeigt, dass du nicht nur durchgehalten hast, sondern sogar Lust bekommen hast, es wieder zu tun. Zitat:
![]() Ein sehr gelungenes, liebevolles Sonett über das Schreiben von Sonetten. Willkommen im Club. Liebe Grüße ![]() Falderwald
__________________
Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald) Für alle meine Texte gilt: © Falderwald --> --> --> --> --> Wichtig: Tipps zur Software |
|
|
|
|
|
|
#3 |
|
Beleuchtete
Registriert seit: 15.08.2026
Ort: Norddeutschland in der Natur
Beiträge: 36
|
Liebe Floris,
ich musste lächeln, als ich dein Sonett gelesen habe — nicht wegen der Mühe, die du darin beschreibst, sondern wegen dieser stillen Entschlossenheit, die zwischen den Zeilen steht. Du gehst so ehrlich mit dem eigenen Ringen um, dass der Text fast wie ein kleines Tagebuch wirkt, das man gern öffnet. Dein Rhythmus trägt das wunderbar. Dieses „gezählt, verworfen, wieder neu begonnen“ hat etwas sehr Menschliches, und vielleicht macht genau das den Charme aus: dass du nicht nur die Form beherrschst, sondern auch zeigst, wie sie dich herausfordert. Die letzte Zeile ist ein schöner, leiser Triumph — nicht laut, nicht stolz, sondern einfach ein Weitergehen. Ich freue mich, dass du dem Sonett so viel Raum gibst. Man spürt, dass du darin gerade etwas findest, das größer ist als die Form selbst. LG ![]() Lotusblüte |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 2 (Registrierte Benutzer: 1, Gäste: 1) | |
| Floris |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Hefeküchlein à la Shakespeare | Walther | Der Tag beginnt mit Spaß | 0 | 16.08.2017 16:25 |
| Shakespeare Sonett 66 - Übertragung | Thomas | Liebesträume | 5 | 17.10.2016 11:24 |
| Shakespeare Sonett 100 - Übertragung | Thomas | Liebesträume | 8 | 15.09.2016 21:50 |
| Shakespeare Sonett 116 | Thomas | Liebesträume | 1 | 22.10.2014 20:46 |
| Weihnachtliches Shakespeare Sonett | Lena | Denkerklause | 7 | 21.12.2009 17:46 |