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| Beschreibungen von Personen, Dingen, Zuständen, Stimmungen, Gefühlen, Situationen |
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#1 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Lieber eKy,
Der PC hat mich angelockt, nun schaue ich hier bei dir und ich bin neugierig. ![]() 75) Heimkehrende Bacchanten (Lovis Corinth, 1898) Das Bild würde ich mir nicht ins Wohnzimmer hängen, aber darum geht es hier ja auch nicht. Es zeigt nackte Menschen ungeschönt, hemmungslos auf dem Weg nach Hause. Sie feiern noch und haben letzte Hüllen, auch die inneren Schameshürden über Bord geworfen. Was genau Bacchanten sind, gucke ich gleich nach. Man mag gar nicht hingucken und guckt doch! Es ist die Zügellosigkeit die fasziniert, fast so als wenn man bei einem Autounfall zuguckt. Aber ich schweife ab.... Dein Sonett, bewegt mich, es zeigt was passiert, wenn ein Mensch sich aufgibt, um im Alkohol seinen Sinn zu suchen. Der Rausch beherrscht sein Leben und nicht mehr er selbst. Es ist niederschmetternd, wenn man verfolgen kann, wie ein Mensch sich durch Hemmungslosigkeit und Abhängigkeit zu Grunde richtet. Beides zusammen, ist keine leichte Kost! Aber es macht nachdenklich und rüttelt auf. 76) Fluss unter alter Steinbrücke (Anders Zorn, 1884) Das Bild, zeigt eine Steinbrücke, sie wirkt stark und unerschütterlich. Eingebunden ist seie in eine grüne Landschaft, Farne ragen von der Brücke bis zu dem kleinen Fluß hinunter. Blätter ragen auch über die Brüstung der Brücke und neigen sich dem Fluß zu. Es sieht verwunschen oder verwildert aus, je nach dem was man für eine Stimmung hat. Der Himmel spiegelt sich licht im Fluß und gibt dem Bild einen silbernen Tatsch ( wie schreibt man das ?) Insgesamt ist es ein Hingucker! Dein Sonett, oh wie schön! Ich wiederhole ich mit dem Ausruf, ich weiß. Er ist aber ehrlich gemeint. Es ist zauberhaft! Und spiegelt die Stimmung sehr gut wieder. ![]() Beides zusammen, ist magisch aber ganz und gar nicht kitschig! Es nimmt einen gefangen und ich muß gleich noch mal gucken und lesen! ![]() ![]() Ich bin begeistert, und gehe in dieser Ausstellung sehr gerne weiter. Liebe Grüße von der Krabbe sy |
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#2 |
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TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi Sy!
Man schreibt "Touch", es ist ein englisches Wort. ![]() Bacchus ist ursprünglich die lateinische Form von Bakchos (griechisch Βάκχος), einem Beinamen des Dionysos, des Gottes des Weines und des Rausches in der griechischen Mythologie. Bacchus wurde bei den Römern als Name von Liber pater, des ursprünglichen italischen Gottes des Weines und der Fruchtbarkeit, gebräuchlich. Demgemäß sind Bacchanten feiernde, dem Wein zusprechende Menschen. ![]() ![]() LG, eKy PS: Extra für dich! Ein Bild von mir aus alten "Rocker"tagen (ich auf meinem Bike): http://www.funbiker-john.at/Bilder-2...n08.2009-d.jpg Es gibt bessere, aber die find ich grad nicht...
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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#3 | |
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Slawische Seele
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
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Lieber eKy,
ich wandere immer wieder in Deiner Galerie von Bildern und Sonetten. ![]() Hier ist es Dein Sonett, das berührt und dem Bild eine ganz besondere "Wertung" verleiht. Jeder Vers gibt ein Leben wieder, wie es stattfindet und meist ohne jede Analyse vergeht. Es geht nicht darum eine "Schuldfrage" zu klären. Das Ungesagte, die Unfähigkeit eine Frage zu beantworten, die aus Unfähigkeit nie gestellt worden ist - Mutter und Kind. Jede Zeile sitzt und bestätigt - gekonnt lyrisch und leider vergebens. Ich habe hier eine unsagbare Tiefe entdeckt und muss dennoch davon ausgehen, dass sie unentdeckt bleiben wird. Ganz banal: So ist das Leben. Liebe Grüße Dana Zitat:
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#4 |
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TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi, Dana!
Tiefen tun das meistens: Sie bleiben unentdeckt ... ![]() ![]() ![]() Vielen Dank für deinen so tief und lyrisch mitempfindenen Kommentar! Du meinst dieses Bild: Nr. 32 "Mutter mit Kind" von Pablo Picasso: https://upload.wikimedia.org/wikiped..._Stuttgart.jpg Natürlich ist meine Deutung des Bildes subjektiv und nur eine von vielen - ich empfand es eben so, vielleicht weil es mir teilweise mit den eigenen Eltern so erging: Sie liebten mich wirklich, aber sie waren beide nur bedingt fähig, dies so zu kommunizieren, wie ein Kind das wohl braucht. Viel lief über Unausgesprochenes. Gesten und Symbole, und über vieles waren sie gar nicht fähig zu sprechen: Tabuthemen! Da gab es Ausflüchte oder Schweigen. Ich habe erlebt, was die Unfähigkeit, miteinander zu reden, anrichten kann. Das Bild, die abgewandten Gesichter, das Beieinandersein ohne Gemeinsamkeit - all das atmet für mich dieses stumme aneinander Abgleiten, dieses Schweigen, in dem alles Ungesagte und Unsagbare letztlich zugrunde geht. Aber vielleicht sind sie auch nur müde nach einem anstrengenden Tag und beobachten bloß einen Moment lang verschiedene Dinge? Wer weiß ... Vielen Dank für deinen kundigen Besuch! ![]() LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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