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Eine Reise durch das Unterbewusstsein Von Black Raziel

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Alt 21.10.2014, 20:51   #1
Black Raziel
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Standard Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - I. Akt

Eine Reise durch das Unterbewusstsein
- Eine Tragödie in acht Akten -

Vorwort

Ein Jambus signalisiert das Sprechen des Protagonisten der Reise durch das Unterbewusstsein, ein Trochäus den führenden Erzähler. Ein Walzertakt kündigt vom Auftreten der kommentierenden und unabhängigen Stimmen der Außenwelt.

Regieanweisung

Eine Reise durch das Unterbewusstsein, ein Theaterstück für einen einzelnen Schauspieler auf kulissenloser Bühne. Am Rand steht ein Chor, der Erzähler ist nicht zu sehen. Der Schauspieler reagiert pantomimenhaft und sprachlos auf den Erzähler.


Sonstiges

Kommentare jeder Art finden hier ihren Platz
Eine Inhaltsangabe der Geschichte ist hier zu finden
► Auf einen Vorschlag hin ist vorläufig der Erzähler in dieser Farbe gehalten und der Protagonist in dieser Farbe

Prolog

Expressive Projektionen

Wahrheit, was ein schwerer Brocken,
damit kann man niemand locken.
Dafür ist sie viel zu trocken
und kann viel zu selten schocken.

Doch Gedichte wollen keine
Wahrheit zeigen, wie ich meine.
Nein, sie haben kurze Beine,
zeigen jedem nur das Seine,

sind nur Spiegel der Dämonen,
die in unserm Innern wohnen,
expressive Projektionen
und Symbole seid Äonen.

Also wollen wir beginnen,
dazu manche Lieder singen,
die in unserm Busen klingen
und beherzt das Tanzbein schwingen.



Das ist die Geschichte vom gelernten Bestatter Hans Rabenjäger. Er denkt über die Vergangenheit nach.
Die Vergangenheit

Vergangenheit, mein alter Freund!
Die Welt, sie dreht sich immerzu,
verwandelt sich, kommt nie zur Ruh.
Alleine Dir wird eingeräumt

der ewig selbe Gast zu sein.
So unabwaschbar klebst Du an
der Seele eines jeden. Kann
die Flucht vor Dir gelingen? Nein,

denn wer sich scheut Dich anzusehn,
der bleibt gefangen in sich selbst,
weil Du ihm tausend Beine stellst.
Solange, bis wir Dich verstehn.

Aber welches Interesse hat Hans an der Vergangenheit? Tauchen wir ein in seinen Kopf und erleben mit ihm zusammen noch einmal das Leben, auf der er jetzt zurück blickt.

I. Akt - Kindheit. Unschuld ist schuldig

Hier fasst der Hans in Worte, wie er sich als Kind gefühlt hat.
Wann küsst die Muße?

Die Nebel wallen überm Sumpf
und malen die Konturen stumpf.
Man sieht die Hand vor Augen nicht,
nur hier und da - verirrtes Licht.

Die zündende Idee, sie fehlt,
kein Feuer, das im Dunkel schwelt
und mir den Weg zu weisen wüsst.
So bet ich, dass die Muße küsst.

Doch die Gebete sind zu schwach,
durchdringen nicht das Blätterdach,
das diese Welt zum Kerker macht
und jeden Fluchtversuch verlacht.

Jetzt ist Hans eins geworden mit der Erinerung in seinem Kopf und wir kommentieren ihn einfach.

In den Nebeln

In den Nebeln tanzen Schemen
und schon wie in alten Zeiten
wissen sie den Tritt zu lähmen,
durch die Furcht, die sie verbreiten.

Warum ausgerechnet heute?
Täglich stellst Du diese Frage.
Sie die Jäger, Du die Beute -
Jetzt und auch für alle Tage.

Doch um an Dein Ziel zu kommen,
musst Du diesen Weg beschreiten -
ist Dein Herz auch sehr beklommen
angesichts der Widrigkeiten.

Steige in des Drachen Rachen
und Du bist ein feiner Braten.
Wer mag wen zum Opfer machen –
munter Täterrätselraten.



Dressiertes Tier

Glocken läuten in der Frühe.
Aufgestanden ohne Mühe.
Ruhe vor dem Sturm - ein Segen.
Auf dem Hof rusch rusch ein Fegen.

So könnt es für immer bleiben,
So kannst Du das Leben leiden.
Ohne Ernst und ohne Ziele,
Lustig Kuller Schnuller Spiele

Doch dann bist Du in der Schule,
Wirst gehänselt, ausgegrenzt.
Mit dem Ohrring rechts der Schwule,
weil sie wollen, dass Du flennst.

Wozu bist Du angetreten?
Standgericht der tausend Augen.
Darum hast Du nie gebeten,
Deine Unschuld muss man glauben.

Glocken läuten in der Schule,
Aufgestanden von dem Stuhle.
Kollektives Heimwärtsdrängen,
Jetzt entkommst Du ihren Fängen.



De profundis

Laufe, laufe schnell nach Hause,
glaube nur an ein Entkommen.
Deine Kindheit ist genommen -
warte bis zur nächsten Pause.

Was sollst Du denn daran ändern?
Deine Unschuld soll man glauben.
Als Vampir nach Mitleid saugen -
Licht kommt nur bis zu den Rändern

dieses Abgrunds. In der Tiefe
bleibt es unergründlich finster.
Wer kennt schon all die Gespenster
und verdrängt nicht all die Briefe

die den unbewussten Teilen
einer Psyche still entspringen.
Erst wenn sie mit Äxten schwingen
wird im Licht die Wunde heilen.



Was würden wohl Außenstehende jetzt gerne sagen, wenn sie die Möglichkeit hätten sich zu Wort zu melden?
Mama

Mutter, so schlage die Augen doch auf!
Sonst nimmst Du ein bitteres Ende in Kauf.
Die Kinder, die hast Du doch selber gewollt und
im falschen Moment keine Achtung gezollt.

Den Ohrring, den trägt dieser Junge für Dich -
Jetzt liegt er so hilflos, verwundet im Stich.
Ein Smilie am Ohr, warum musste das sein?
Für die eigene Führung, für die ist er zu klein.

Wie ein Hund ist er auf seine Herrin getrimmt.
Wenn keiner die leitende Rolle einnimmt -
dann ist er verloren, Dein schweigsamer Sohn.
Nun ein trauriges Ende, das ahnen wir schon.

Mittlerweile hat sich ganz schön viel angestaut in Hans.

Vergeltung

Was besondres willst Du sein und
über allen Neidern stehen.
Ein Titan aus Stahl und Stein -
der darf niemals untergehen.


In meine Wunde streut kein Salz,
so brecht mir nicht noch mal mein Herz!
Das Wasser steht mir bis zum Hals.
Oh, macht aus mir doch keinen Scherz!


Du darfst nichts zu Herzen nehmen,
nicht nach links und rechts umsehen.
Wert sind sie nicht Deine Tränen,
musst beständig vorwärts gehen.


Vergeltung schlägt in meiner Brust,
vergeben kann ich euch nicht mehr.
Euch heimzuzahlen, hab ich Lust,
damit ich euch das Fürchten lehr.


Keine Blöße willst Du geben.
Wirfst zurück den ersten Stein, denn
als Lektion in ihren Leben
wirst Du ihnen Spiegel sein.



Klopf klopf

Die Zeit, die ist sehr schnell verronnen.
Mit dem Ohrring hats begonnen.
Doch der war noch nicht genug,
beenden wir den Selbstbetrug.

Deutscher auf der Türkenschule.
Ne Kartoffel, nicht der Coole.
Auf den Zähnen eine Spange.
Außenseiter in der Zange.

Keine Jeans, nur Jogginghosen,
dafür sofort ausgestoßen.
Die Frisur nach Mamas Schnitt
war für alle gleich der Hit.

Bayrischer Akzent in Hessen.
Kann nur ständig Fastfood fressen.
Ach, am Fahrrad eine Hupe?
Kommt gleich unter ihre Lupe!

Fünfte Klasse durchgeschwiegen.
Schlaflos nachts im Bett rumliegen.
Träume sind die Folterbank.
Psychisch wirst Du später krank.

Jedes Fass muss überlaufen,
bis wir schließlich ganz ersaufen.
Tropf, tropf - macht der letzte Tropfen...

Verdammt, ich werd sein Maul jetzt stopfen!

Das hätte Hans zumindest gerne mal verkündet. Irgendwie erinnert uns Hans Innenwelt an jemand.

Sisyphos

Der Sisyphos, das war ein Armer,
hatte zu viel schlechtes Karma.
Widersetz sich Hades Dharma,
wird bestraft - absurdes Drama.

Was für eine schwere Bürde
für den Mensch. Denn niemand würde
dieses Schicksal teilen wollen,
täglich Steine hoch zu rollen.

Mit Vergangenheitserinnyen,
damit können wir nicht dienen.
Unverschuldet wurde Deine
Seele plötzlich Hades seine.

Statt den Steinen trägst Du aber
in Dir weiter ihr Gelaber.
Bis es öfters mal passiert, dass
einer einen Schlag kassiert.



Nach dem Nebel

Manchmal, noch am frühen Morgen
legt sich Nebel wie ein Schleier
über alle Dinge nieder -
majestätisch, wie zur Feier.

Mit der Zeit verschwindet dieser
Schleier wieder so verstohlen,
wie er schon erschien auf seinen
leisen, leisen Diebessohlen.

Doch gebeten hat ihn keiner,
alles wieder Preis zu geben,
was versteckt gut aufgehoben
war im allzu klaren Leben.

Kindheit, das ist auch ein Nebel,
der vor einem Fenster wacht und
beim Verschwinden unser Leben
unbedingt nicht schöner macht.



Das war also das Leben in der Realschule bis zur 9. Klasse. Doch dann droht der Vater den Hans vor die Tür zu werfen. Und da macht's Klick im Kopf von Hans.

II. Akt - Einer gegen Alle! Es kann nur einen geben.

Der Hans wird sich verändern. Vielleicht mag man diese Wandlung gut heißen, vielleicht aber auch nicht. Aber erstmal ist gerade noch Spätsommer, vielleicht September und wir gucken uns an, wie uns der September in Hans Erinnerung erscheint.

Der rote Efeu

Rot geworden ist der Efeu,
der die alten Backsteinmauern
hochgeklettert ist im Sommer.
Mit dem Herbst kann es nicht dauern.

Uns ist dies ein schöner Anblick,
der sich nur sehr selten zeigt, doch
eigentlich heißt diese Wandlung,
dass das Licht ihm nicht mehr reicht.

Nur ein letztes Aufbegehren,
wenn die Tage kürzer werden.
So wie sich auch Blätter färben,
ehe sie am Boden sterben.




III. Akt - Evelyn. Aufblühen und Verwelken einer Rose


Hans Gefühle, nachdem er Evelyn kennengelernt hat...
Drei alte Worte
- © Lailany -

Du bist der Fallschirm meines Mutes,
das Sprungtuch für den Hochseilakt.
Von dir geführt wag ich die Schritte
beim Tanz in unvertrautem Takt.

Du bist die Nische zum Verweilen,
wenn meine Seele Auszeit nimmt.
Mit sich'rer Hand entfachst du Feuer,
wo nur noch Glut in Asche glimmt.

Du bist der Hüter des Versteckes,
in dem mein Ich verborgen liegt.
Mein Dank an dich, drei alte Worte,
wenn Seele sich an Seele schmiegt.

Hans schreibt einen Liebesbrief an Evelyn, zum einzigen Mal bedient sich Hans in seiner Wortwahl dem Trochäus, aber anders weiß er sich gerade nicht zu helfen.

Traumfracht
- © Lailany -

Träume segeln ohne Grenzen,
reisen zoll- und portofrei,
und im Seelenheimathafen
gibt es Ankerplatz für zwei.

Fülle sie mit deiner Liebe!
Pack sie voll mit unserm Glück
und mit Gruß und Kuss des Herzens
schicke sie zu mir zurück.

Meine Sehnsucht steht am Fenster,
wartet auf der Träume Fracht,
konnten sie am Tag nicht landen,
kommen sie gewiss heut Nacht.

Heimlich
- © Lailany -

Ganz zaghaft regt es sich in den geheimen Ritzen
der Mauer, die aus Alltagsfelsgestein errichtet.
Fragile Fühler tasten, suchen ängstlich
den Fluchtweg in ein vages Schattendasein.

Sie scheuen helles Licht und allzu forsche Augen,
sind nur Fragmente, namenlose Silhouetten.
Im trüben Schein des fahlen Sichelmondes
entfalten Nachtgeschöpfe ihre Flügel.

Ein erstes schlüpft aus der vertrauten Puppenhülle,
Gemeinsamkeit macht ihnen Mut und sie entfliehen
im Schutz der Nacht zu unbekannten Sphären -
der Tod spannt morgenrote Auffangnetze.

Die beiden lernen sich kennen, alles ist schön, doch dann:


Stehen gelassen

Wie ein Hund, der auf sein Frauchen wartet,
wurdest Du im Regen stehn gelassen.
Niemand intressiert sich für die Gründe
und Du kannst das alles gar nicht fassen.

Doch so spielt das Leben manchmal. Jeder
muss alleine damit fertig werden.
Später werden wir darüber lachen - später,
doch im Augenblick willst Du nur sterben.




Dann erfährt Hans von ihrem Heroin Konsum
Ganz unten
- © syranie -

Vergeblich wolltest Du den einen Hafen,
jetzt suchst Du zwischen Öl und welken Blättern
den trocknen, menschenleeren Platz zum Schlafen
und findest nur Beton mit alten Brettern.

Der letzte Schuss verschleißt die Drahtseilvenen,
Gedanken hangeln bis zum Heroin.
Ein Teufelskreis mit bangem Todessehnen,
der Rausch verbrennt dein Sein mit Kerosin.

Der nächste Morgen heißt nur: Geld besorgen.
Verzweifelt, zwischen Markt und Bahnhofshalle
damit vertraut, denn hier bist Du geborgen,
verkaufst Du deine Haut und fühlst die Falle.

Auf dass der nächste Schuss zum sich Betäuben
verhilft, die Sonnenstrahlen zu empfinden,
auch wenn sich Denken und der Körper sträuben.
Dein Leben kennt nur Gift, und das heißt schinden.

IV. Akt - Verzweiflung. Oh süßer Tod, so hole mich


Wenn Träume sterben
- © Chavali -

Schattenrisse quälen im Tannenwald den
Wandersmann, entrückte Gedanken streben
in die Nacht und über den Wipfeln prangen
leuchtende Sterne.

Träume aus vergangenen Zeiten, die in
Tagen voller Wärme und Liebesnächten
Glück und Zärtlichkeit ihm bescherten, starben
einsam im Heute.

Schaurig dringt der heulende Ruf der Wölfe
durch die Stille. Grauen erwacht. Die Tat der
Todessehnsucht nagt an des Mannes Seele.
Lässt sie erstarren.


V. Akt - Psychiatrie. Willkommen in der Hölle

Wach auf!
- © Chavali -

Zeit, die sinnlos du verloren hast,
liegt wie schwere Steine auf Papier.
Zeit war stets ein ungeliebter Gast,
totgeschlagen wurde sie von dir.

Seelenlos liegt sie auf deinem Weg,
ausgeblutet durch den Mord an ihr.
Ihre Augen - welch ein Sakrileg! -
starren blicklos wie ein totes Tier.


Wach auf und wehre dich!
Beleb die tote Zeit!
Es ist schon längst soweit!



Das Schiff der Hoffnung

- © Chavali -

Auf den Wogen deines Lebens dümpelt so ein
Schiff dahin und du fragst dich, oft vergebens,
worin liegt ein solcher Sinn?

Diese Fragen sind rhetorisch, niemand nennt die
Antwort dir, keiner kennt die Zukunftswege,
Zweifel stehen oft Spalier.

Doch da ist so eine Hoffnung, dass dein Schiff den
Hafen sieht, mit Geschick und Kraft erreicht es
deiner Träume Schutzgebiet.

Auf den Wellen deiner Wünsche schaukelt so ein
kleiner Kahn, alle deine Lebensträume kentern
auf des Meeres Wellenbahn.


VI. Akt - Zurückgekehrt. Ein Titan kämpft sich zurück zum Olymp

Für Hans gibt es keinen Unterschied zwischen den Leichen, die er für die Hinterbliebenen herrichtet und den Umgang mit seinen Arbeitskollegen. Für ihn sind sie alle bereits gestorben und nur er kennt die Wahrheit über das Leben.
Der Farbensammler
- © Lailany -

Ich bin die Furcht, die schwarz aus Euren Tiefen bricht.
In meinem Dunkelgrau erlosch das Seelenlicht,
doch ließ von Eurem Angstschweiß ich mich zu Euch führen.
Wie immer mimt Ihr Abwehr, will ich Euch berühren.
Auch langweilt mich, wie Eure Zunge Lügen formt
im Dünkel, mehr zu sein als Fleisch, gerecht genormt.

Nicht, dass ich dessentwegen einen Umweg mache,
und Euch das zu beweisen, ist mir Ehrensache.

Von Lippen rollt ein Röcheln auf das Bett, zum Schrank;
zur Faust geballte Blicke - ist das Euer Dank?
An meiner Brust verschmelze ich die Silberaugen,
um Eure letzte Lebensfarbe aufzusaugen,
die Euch Ballast nur wäre auf des Schlafes Meilen.
Davon befreit dürft Ihr zur andren Seite eilen.

per aspera ad astra

Per aspera ad astra heißt
die Schlange, die sich selber beißt.
Die Wahrheit, der man nie entkommt,
die über allem andren thront.

Im Leben gibt es nichts geschenkt
und ist Dein Weg mit Leid durchtränkt,
dann wandelst Du den rechten Pfad,
den auch Dein Vater schon betrat.

Die Stärke, die man von ihm kennt -
ein Licht, das noch im Dunkeln brennt.
Die Stärke, die Dich nächtens rief
und ihn unsterblich werden ließ.

Wer sich sein Lebtag nicht feig schont,
wird mit Zufriedenheit belohnt.
Wer sagte, dass es einfach sei?
Erst Diziplin macht Menschen frei.

Die Wahrheit funkelt sternenklar,
doch wer macht sie durch Taten wahr?
Wollen andre straucheln, fallen,
Du willst Dich in Felsen krallen.


Das Gipfelkreuz, ein hohes Ziel.
Ein Fokus, wie ein Projektil.
Per aspera ad astra preist
der Sohn, der wie sein Vater reist.



VII. Akt - Selbstmitleid. Schmerzen der Vergangenheit

Immer wieder
- © Chavali -

Der Tag beginnt und alle Schatten fliehen,
die in der Nacht mein armes Ich gequält.
Ich hab dem Alb, der mich bezwang, verziehen,
für schwarze Flügel freien Flug gewählt.

So kann das Tagwerk wieder neu beginnen,
mit Freude und Elan gelingt ein jeder Schritt.
Doch immer wieder zeigen sich Erinnyen,
sie laufen neben mir die Wege mit.

Ich will die Rache nicht, die sie begehren,
das alte Leiden soll vergessen sein.
Ich muss mich der Versuchungen erwehren,
mein Herz muss werden wie ein Kieselstein.

Doch nachts, da sitzt der Alb auf meinen Schultern,
er drückt so schwer und beugt mich bis ins Grab.
Ich kranke an der Erbenschuld der Eltern,
gedanklich stütze ich mich auf den Heroldstab.

Und immer wieder rolle ich den Stein
den Berg hinauf aus weißem Elfenbein.
Mir bleibt nur noch das Urvertrauen,
um endlich eine eigne Burg zu bauen.

VIII. Akt - Verantwortung. Ein strahlender Herbstmorgen

Griechische Mythologie

Die Mythen der antiken Welt.
So viele Rätsel geben sie
dem Menschen, der sich ihnen stellt
mit Mut und etwas Phantasie.

Dem Laien scheinen sie abstrus,
doch für den Psychologen sind
die Mythen ein Willkommensgruß,
der Inneres zur Sprache bringt.

Nur eine Frage klärt sich nie.
Ob all die Griechen dessen sich
bewusst gewesen sind, was sie
da niederschrieben im Genie?


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Das gesamte Werk befindet sich mitten im Prozess. Anregungen und Kritiken jeder Art sind willkommen. Neue Werke und Variationen werde ich je nach Begebenheit hier hinein editieren. Auch wenn ein Akt schon fortgeschritten aussieht, muss er nicht fertig sein. Wenn jemand ein Gedicht hat, um einem der Kapitel mehr Leben einzuhauchen, nur her damit! Ebenso mit Namensvorschlägen für die Akte! Das hier ist alles provisorisch.

Kommentare finden hier ihren Platz (Klick mich, ich bin ein Link!)


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© Black Raziel 2014

Geändert von Black Raziel (03.11.2014 um 18:30 Uhr)
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