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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 17.01.2017
Beiträge: 260
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Die Welt in dir
Kennst Du das warme Sonnenlicht, wenn früh der Tag beginnt? Kennst Du die nasse Fensterscheibe, wenn der Regen draußen rinnt? Hörst Du der wilden Schwäne Schrei? Sie ziehen fort, denn sie sind Vogelfrei. Hör nur den Klang der Regentropfen und hör das Lied der Grillen. Du lebst in einer Wunderwelt, bereit, die Sehnsucht uns zu stillen. Genieße jeden Atemzug, lach in den Tag hinein, denn jeder Tag den Du erlebst, er soll Dein Schönster sein. Verliebe Dich in Rosenblüten und zähl die Wolken, wie sie zieh'n, das Leben, es wird Dir vergüten, wenn Dir die schönsten Rosen blüh'n. Träum auch vom Meer, von seiner Weite, von seinem Reichtum und Vergehn, von seinen Menschen, Seit an Seite, wenn sie in Fluten untergeh'n. Die Welt in uns ist Riesengroß, wir leben hier und sterben, wir fallen dem Schicksal in den Schoss, zurück bleiben einst nur Scherben. Die Welt in Dir, behüte sie, trink tropfenweis den süßen Wein, solang die wilden Schwäne zieh'n, kann jeder Tropfen -Hoffnung- sein. |
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#2 |
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Eiland-Dichter
Registriert seit: 14.08.2026
Beiträge: 33
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Hallo Taxi,
zunächst einmal finde ich deine Art zu schreiben schön und in einem gewissen Sinne auch romantisch. Ich bin mir bei diesem Gedicht nicht sicher, ob ich alles richtig verstehe. Dein Titel ist: Die Welt in dir. Dann folgen wirklich schöne Beschreibungen für Sinne also alles was wir aus meiner Sicht von außerhalb erleben. Die Wärme der Sonne, die Nässe der Regentropfen, der Schrei der Vögel. Alles das, erlebe ich nur, wenn ich eben nach außen gehe und meine Sinne zulasse. Die innere Welt liegt für mich in den Zeilen, in denen du über Verliebtheit schreibst. Und dann kommt eine Zeile die ich sehr schlecht verstehen kann: die Welt in uns ist riesengroß, wir leben hier und sterben. Das steht in totalem Kontrast zu den eingangs geschilderten Sinneseindrücken, die wir ja brauchen, um in unserem Inneren daraus Gefühle zu machen? Deine Conclusio, dass wenn wir innerlich sterben nur Scherben bleiben, möchte ich nicht kritisieren sondern lediglich zu bedenken geben, dass wenn es so wäre, dann alle Menschen die bereits einmal innerlich gestorben sind, nur noch Scherben wären. Das erscheint mir wenig optimistisch, aber wenn es das ist, was du ausdrücken wolltest, dann wäre ich über eine Antwort sehr dankbar. Ich bedanke mich, dass du mich zum Nachdenken gebracht hast! Liebe Grüße Floris |
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#3 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 17.01.2017
Beiträge: 260
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Liebe Floris,
ich möchte mich zuerst bei Dir bedanken, Du hast mein Gedicht nicht nur gelesen, Du hast Dich auch bemüht es zu verstehen. Wir Poeten, dazu zähle ich Dich auch, sind immer bemüht, möglichst verständnisvoll zu Schreiben. Aber es geschieht offt, das der Dichtende nicht die "Seele" des Lesenden findet. Es gibt doch Augenblicke im Leben, die Verzweifeln lassen, es entsteht ein innerlicher "Scherbenhaufen". ich selbst hatte einmal ein fast totliches Erlebnis, innerlich war ich zerbrochen, fühlte einen Scherbenhaufen in mir. Vielleicht kannst Du das Nachvollziehen? "wir fallen dem Schicksal in den Schoss, zurück bleiben einst nur Scherben." Das ist der Hinweis auf den Tod, der einmal jeden von uns trifft Wir können uns gern weiterhin austauschen, Nochmals Danke. Lieben Gruß zu Dir vom Taxi... Geändert von Taxi5013 (19.08.2026 um 18:35 Uhr) Grund: Verbesserung |
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