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Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

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Alt 01.02.2014, 10:50   #1
Chavali
ADäquat
 
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Ort: Mitteldeutschland
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Hi Erich,

ein schönes Gedicht, ein wieder klassisches Sonett, über die imaginären Gedanken und Befindlichkeiten
eines fiktiven Träumebringers.
Im übertragenen Sinne gültig auch für Menschen, die sich um andere kümmern,
ohne an sich zu denken und ausgenutzt werden.
Vergleichsweise mit dem Clown, der eine lachende Miene zeigt und keiner weiß,
wie es hinter der Maske aussieht...

Die von dir gewählten Worte wirken ein wenig hoffnungslos für den Sandmann.
So sollte es wohl auch sein.

Sehr gern gelesen und darüber nachgedacht hat mit lieben Grüßen
Chavali
__________________
.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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Alt 01.02.2014, 13:08   #2
Erich Kykal
TENEBRAE
 
Benutzerbild von Erich Kykal
 
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi, Chavi!

Es ist eines von jenen Gedichten, die ich einfach irgendwie beginne, bloß mit einer wohlklingenden Zeile, einer interessanten Einstiegsphrase. Da habe ich noch keine Ahnung, wo die Reise hingeht. Während des Weiterdichtens kristallisiert sich dann erst eine vage Idee, sodann ein immer ausgefeilterer roter Faden heraus, an dem ich mich durch die Zeilen hangele. Die Idee mit dem Sandmann kam mir hier erst am Ende des 2. Quartetts. Davor hatte ich vage daran gedacht, die Sache autobiografisch zu gestalten, oder jemanden sprechen zu lassen, der mit den Träumen und Wünschen der Menschen Geschäfte macht und/oder sie übel ausbeutet. Keine Ahnung also, was mein Hirn da beim Dichten so macht, aber so funktioniert das bei mir.

Ich dachte mir, so ein Sandmann - wenn es ihn denn gäbe - wäre ja dann nicht nur für unschuldige Kinderträume zuständig, sondern auch für die wesentlich "saftigeren" Traumfantasien der Erwachsenen. Dabei kann man sich allerdings rasch mal wie ein Abfalleimer für seltsame bis abartige menschliche Seelenbedürfnisse fühlen - wie ein Polizeipsychologe oder Profiler, der im Zuge der Ermittlungen einmal zu oft versucht, sich in die Gedankenwelt eines Kindermörders oder eines sadistischen Vergewaltigers zu versetzen!
Und dann fragt man sich eben: Und wer betreut den Betreuer?

Vielen Dank für deine lieben Worte!

LG, eKy
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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