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Liebesträume Liebe und Romantik

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Alt 02.08.2011, 16:23   #1
Thomas
Erfahrener Eiland-Dichter
 
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Hallo Stimme der Zeit,

danke für den Kommentar, der, wie ich es von dir kenne, Lohn für den Autor ist, weil du sehr einfühlsam und ernsthaft mit den Gedichten umgehst, und dadurch nochmals zum Überdenken anregst. Ja, und im Grunde kann ich allem, was du sagst, zustimmen.

Ich kannte die Form der Villanelle gar nicht, und bin hier im Forum auf sie gestoßen. Es ist eine sehr interessante Form, die jedoch nur für wenige Inhalte passt. Die Schwierigkeit mit dem Reimen kommt im Deutschen hinzu, da haben es die Italiener leichter.

Wieso romantische Ader? Die Liebe wird nicht vom Tod besiegt, das steht außer seiner Macht!

Auch bezüglich der Elisionen hast du völlig recht, wobei ich seh statt sehe zu den lässlichen Sünden zählen würde, weil kaum jemand so schön spricht, dass er das e nach dem h deutlich ausspricht. Aber im Prinzip hast du völlig recht.

Nur bezüglich der doppelten Fee möchte ich ein wenig widersprechen, weil die schöne Lilofee keine Fee ist, sondern der Namen einer Königstochter, der bisweilen auch Lilofe geschrieben wird. Wenn du das Volkslied liest, dann wirst du wahrscheinlich verstehen, dass ich auf die Königstochter nicht verzichten möchte.

Nochmals herzlichen Dank für dein Lob und die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Gedicht. Dein Kommentar ist mir eine große Freude.

Liebe Grüße
Thomas
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Alt 22.11.2011, 22:03   #2
Chavali
ADäquat
 
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Hallo Thomas,

na da hat ja Stimme einen guten Hinweis in ihrer Antwort auf deinen Kommi bei
So wunderschön zu deiner Villanelle gegeben

Das wollt ich auch immer mal probieren, habe es bisher noch nicht geschafft,
weil es auch ein wenig Geduld erfordert, die bei mir Mangelware ist

Am besten allerdings gefällt mir der Titel - den möchte ich mir am liebsten mal ausleihen

Insgesamt gefällt mir der Text sehr!

Lieben Gruß,
Chavali
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.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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Alt 25.11.2011, 09:05   #3
Thomas
Erfahrener Eiland-Dichter
 
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Hallo Chavali,

danke für das Lob. Den Titel leihe ich dir gerne aus, wenn du ihn mir mit einem schönen Gedicht zurückgibst.

Liebe Grüße
Thomas
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Alt 15.06.2019, 14:29   #4
Thomas
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Liebe Eiländer,

ich möchte euch auf eine Vertonung dieses alten Gedichtes von mir aufmerksam machen. Vielleicht gefallt es auch ja.

Liebe Grüße
Thomas
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Alt 15.06.2019, 15:42   #5
waterwoman
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Zitat:
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Liebe Eiländer,

ich möchte euch auf eine Vertonung dieses alten Gedichtes von mir aufmerksam machen. Vielleicht gefallt es auch ja.

Liebe Grüße
Thomas
aha
gibts auch einen Link dazu, Thomas?

Gruß
ww
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Alt 15.06.2019, 17:31   #6
Weiße Wölfin
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Ich höre gerade die Vertonung der türkischen Fassung.

Hört sich sehr lieblich an --
leider versteh ich nichts.

lG WW
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R.M. Rilke


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Alt 16.06.2019, 11:36   #7
Erich Kykal
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Hi Thomas!

Lilofee!? Das hört sich an wie ein Name aus einem Kleinkindermärchen! Ob das gut kommt für ein Liebesgedicht?
Selbst wenn, ist es deutsches "Kultur"gut, und erscheint mir für die Übersetzung eines türkischen Werkes unangebracht.

Abgesehen davon (und von meiner Aversion gegen übermäßige Wiederholungen, weshalb mir die Form der Villanelle an sich wenig zusagt) gern gelesen!

LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
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Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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Alt 17.06.2019, 09:29   #8
Thomas
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Liebe waterwoman, liebe weiße Wölfin, lieber Erich,

Die Melodie habe ich angehängt und den Link zur Facebook-Seite von benyonca im P.S. angegeben.

Ich kann auch kein Türkisch, habe mir aber damit beholfen Zeile für Zeile den deutschen Text zur Melodie zu lesen, da die Übersetzung recht genau sein soll, geht das und vermittelt eine Eindruck.

Ich finde es gerade interessant, Formen aus und in verschieden Sprachräumen zu betrachten. Ohne das wäre unsere deutsche Poesie recht arm.

Mit den Wiederholungen (wozu der Refrain grhört) ist das so eine Sache, dem Reim wird ja auch oft vorgeworfen, es sei eine unnatürliche Wiederholung. Zu Unrecht, denke ich.

Liebe Grüße euch allen
Thomas
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Alt 17.06.2019, 18:39   #9
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Hi Thomas!

Seltsame Idee, dass ein Reim eine "unnatürliche Wiederholung" sei!

Stimmte dies, dürfte kein Lied einen Refrain haben, kein Bildinhalt dürfte mehr als einmal gemalt werden, kein Märchen einem Kind öfter als einmal erzählt werden, kein Film öfter als einmal gesehen, kein Buchstabe öfter als einmal verwendet werden in einem Satz!

Wer immer diesen kleingeistigen Blödsinn verzapft hat, versteht absolut nichts von Lyrik - oder von Kunst oder Imaginationskraft überhaupt. Er versteht nichts von Musik oder davon, wie der Mensch als bewusstes Wesen funktioniert.

Wiederholungen sind quasi unser Markenzeichen, damit bestätigen wir uns jederzeit das bereits Gelernte und Bewusste, bestätigen unseren kulturellen Imperativ, die gemeinsame Erinnerung dessen, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir wollen!

Der Reim ist sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner dieser Funktion, und das Gedicht, das aus solchen besteht, beschreibt die jeweils nötige Aussage, um ein Gefühl zu erwecken, eine Erinnerung zu triggern oder eine neue Einsicht zu befördern! Das Ergebnis nennt man Lyrik! (... und sicher nicht das "moderne" Wortgestakse mit möglichem Aha-Effekt, das der Zeitgeist nährt)

Nicht umsonst merkt man sich Gereimtes viel schneller und leichter als Prosa! Das wussten damals die Werbetexter in der ersten Hälfte des 20. Jhdts noch allzu gut - ehe es aus der Mode kam, warum auch immer. (vielleicht weil die Sprüchlein gar zu platt waren und zu oberflächlich in ihrem Versuch, Kunden zu gewinnen?)

Nein - der Reim wird niemals etwas Unnatürliches sein, ebenso wenig wie die Wiederholung des Herzschlags oder des Atemzugs!

LG, eKy
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Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.

Geändert von Erich Kykal (18.06.2019 um 13:59 Uhr)
Erich Kykal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2019, 13:42   #10
Thomas
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Lieber Erich,

du hast meiner Meinung nach Recht. In "Reim und Kreativität" https://www.gedichte-eiland.de/showt...eativit%E4t%A0 habe ich auf eine Überlegung hingewiesen, die erklärt, warum das so ist. Das ist leider nicht sehr bekannt und ist wohl auch hier im Forum (dich ausgenommen) auf wenig Interessen gestoßen.

Liebe Grüße
Thomas
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Geändert von Thomas (18.06.2019 um 13:47 Uhr)
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