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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 15.04.2010, 22:51   #1
Falderwald
Lyrische Emotion
 
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Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.017
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Liebe ruhelos,

ja, mir hat die Fabel "Der Zaunkönig" der Gebrüder Grimm vor Augen gestanden.
Als die Vögel damals einen König wählen wollten, sagte der Kiebitz, nicht mit mir und wanderte aus.
Man findet ihn heute nur noch an den norddeutschen Küsten und Inseln.

Wenn dieser Kiebitz nun heute zurück käme um zu "kiebitzen", sozusagen als Zaungast, so hätte er eine erstaunliche Entdeckung gemacht.
Da hatte sich jemand zum König der Vögel ernannt, dabei war dieser vermeintlich Schlaue nur ein kleiner, unscheinbarer dicker Vogel, dessen List von vielen Vögeln durchschaut wurde.
Nur einige dumme Tauben gurren noch heute Zustimmung.
Doch das tun sie überall da, wo sie gefüttert werden.
Und die treiben sich an jedem Zaun herum.

Beim Zaunkönig eben, der einmal ein König war und sich daraufhin in einem Mauseloch verstecken musste...


Hi gin,

ja, schöne Fabel ist das, die kenne ich auch.
Dieser Zaunkönig ist aber auch listig.
Natürlich können die Kleinen auch schmerzhaft stechen.
Wenn dies zum Sieg der vermeintlich Schwächeren führt, gehört ihnen meist die Sympathie.
Die Frage ist am Ende nur, selbst wenn der Zaunkönig als König anerkannt wird, wem nützt das was?
Also ich hätte mir nicht die Mühe gemacht, die Mäuler der arroganten Kleinen auf diese Weise wieder zum Futtern zu bringen.
Ich schwöre dir, die hätten spätestens dann wieder gefuttert, wenn der Hunger anfängt weh zu tun.
Egal...

Danke fürs Auffrischen der alten Fabel...


Liebe Dana,

der kleine Krachschläger ist tatsächlich an keine Jahreszeit gebunden.
Du hörst ihn im Sommer, wie im Winter.
Sein Lockruf: "König bün ück!"
So beschreiben es jedenfalls die Gebrüder Grimm.

Na ja, was anderes bleibt ihm ja auch gar nicht übrig, denn für sein Königreich, was er mit List und Tücke gewonnen hatte, musste er teuer zahlen, um schließlich doch abzudanken.
So ist das, wenn man sich zuerst zu hoch auf dem Rücken eines Adlers aufschwingt, um dann in einem Mauseloch Schutz suchen zu müssen.

Deswegen können wir ihn nun ruhig höhnen lassen, es ist nur ein harmloser kleiner Spatz, dem außer dem Gesang nichts geblieben ist. .. .


Liebe Chavali,

weißt du was das Schönste an der Rolle ist?
Man ist eben überall nur Zaungast, nur nicht hinter dem eigenen Zaun.

Und das Kreuz mit diesen Gernegroßen ist, daß sie das in ihren beschränkten Horizonten nicht erfassen können.

Dabei kochen sie alle nur mit Wasser, deshalb geb ich dir Recht:

Lassen wir den kleinen Piepmatz trällern...


Vielen Dank für eure Beiträge...

"König bün ick!"

Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
__________________


Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)



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Alt 16.04.2010, 09:53   #2
Ibrahim
Verstorbener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 30.03.2009
Ort: Puch/Salzburg
Beiträge: 597
Standard Hallo Falderwald!

Dein Gedicht ist ein Gedicht. Ichhabe das Glück, von meinem Küchenfenster aus diese Heckenhuscher beobachten zu können. LG Ingo
__________________
Ich will mit meinen Reimen die Leute zum Schmunzeln, Weinen oder Fluchen bringen.
Ibrahim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2010, 00:59   #3
Falderwald
Lyrische Emotion
 
Benutzerbild von Falderwald
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.017
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Hallo Ingo,

"Heckenhuscher"

Finde ich Klasse, den Ausdruck, der gefällt mir.
Eigentlich sind sie ja ganz putzig, diese kleinen Gesellen.
Doch ich muss beim Zaunkönig immer wieder an die Fabel denken.

Auf den Kopf gefallen war er ja nicht, doch was hat es ihm genützt?

Ich kann ihn leider (bislang) nicht durchs Küchenfenster sehen.
Bleibt mir also nur die Rolle als Zaungast, manchmal...


Vielen Dank für deinen Kommi...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
__________________


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