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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 12.06.2009, 11:31   #1
R.Haselberger
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Beiträge: n/a
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Hallo Ibrahim,
fest steht, dass der, wo wandern möchte, noch zu hause ist.

Nicht übel, überzeugt mich aber an manchen Stellen noch nicht so ganz.

Zitat:
Zitat von Ibrahim Beitrag anzeigen
Schwarze Schatten dunkeln Wiesengrün zu Flecken,
Eilen windgepeitscht den fernen Wäldern zu.
Strahlen spielen hinter Wolkengrau Verstecken,
Unentschlossen bleibt der Fuß im Wanderschuh.

Könnte man auch so verstehen, dass der Fuß überlegt!?
Was hälst du von:
Hoffnung lässt geschnürt am Fuß den Wanderschuh
Trocken ruht am frischem Fuß der Wanderschuh
Füße frisch, bleibt noch geschnürt der Wanderschuh

Das Gewitter, will es wieder sich erheben?
Die Zeile ist zwar metrisch richtig, aber beinhaltet doch einen Komma-Stop!

Vielleicht:
Mag Gewitter meckernd sich noch mal erheben?

Bäumt der Sturm zu neuerlicher Wut sich auf?
Kann man seinen Hut zum Abschiedsgruße heben
Oder folgt des Wolkenrennens nächster Lauf?

Soll man...
denn dass man ihn heben kann, steht außer Frage, es sei denn beide Arme und Füße sind in Gips, Ibrahim.

Nun, ich warte ab und freue mich der Spiele,
Zeitvertreib durch wilden Wetterhexenzank.
Später komm ich auch zu meinem Wanderziele.
Statt zu hadern sag ich frohen Herzens Dank.

Gern gelesen
Gruß R.H.
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Alt 12.06.2009, 11:52   #2
Helene Harding
Gast
 
Beiträge: n/a
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Hallo Ibrahim, durch alle drei Strophen fließen mir sinnvolle Gedanken. Der Aufbau wirkt schlicht und doch kann man die erlösende Dämmerung erahnen. Mir gefällt insbesondere Strophe 3. Sie hat so etwas von "lehn' dich einfach zurück" und verlangt im Innern des LyD ganze Geduld, die in einer ganz besonderen Situation eine der schwersten Prüfungen sein könnte. Diese Verse hier stehen ganz im Mittelpunkt:

Statt zu hadern sag ich frohen Herzens Dank.

und wirken fast versöhnend. Sehr gern gelesen.

alles liebe, Helene
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Alt 12.06.2009, 12:34   #3
Medusa
Gesperrt
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 2.213
Standard

Lieber Ibrahim,

mir gefallen ganz besonders die langen Verse, die Dir ganz hervorragend gelungen sind, die sehr gut zum etwas verhaltenen Kreuzreim passen. Schön auch die betonten Auftakte und die wechselnden Kadenzen.

Mich stört der unentschlossene Fuß im Wanderschuh überhaupt nicht, schließlich weiß jeder Leser, was damit gemeint ist. Ich nenne das dichterische Freiheit!

Sehr stimmungsvoll, bild- und wortgewaltig. Die letzte Zeile setzt dem Werk noch ein Sahnehäubchen auf!

Sehr gerne gelesen!
Herzliche Grüße,
Medusa.
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