10.04.2026, 22:10
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Erfahrener Eiland-Dichter
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Beiträge: 13.066
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STERNENSCHALE
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Worte zur Kunst: Muromachi-Periode
STERNENSCHALE (Blankosonett)
im Yoyen glänzt die Gute-Nacht-Geschichte
millionen Lichter auf dem Weg zu dir
durch dieses Tor, durch deinen Garten streifend
der hinterm Alltag für Erfüllung steht
wie Klang der Schale in des Wassers Mitte
das seine Tiefe aus dem Dunkeln schöpft
hier war ein Haus, ein Herd und tausend Pfeile
die man gelassen in den Himmel schoss
du gehst die taubedeckten Pfade weiter
bis zu dem Ton, der laut aufs Wasser schlägt
und spiegelst dich im IKIGAI der Sinne
jetzt scheint die Schale nahezu perfekt
den kleinen Dingen etwas Raum zu geben
bis dir die Glücksspur vor die Füße fällt…
Anmerkung: Das vorliegende Gedicht beschreibt das Wesen der japanischen Teezeremonie, siehe: hier und hier und nutzt für dieses Zeremoniell eine sogenannte »Sternenschale«, eines der wertvollsten Kulturgüter des Landes, siehe: hier.
*Text zum Bild: STERNENSCHALE Nara National Museum, Nara
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© Bilder by ginton
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Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)
nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
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