![]() |
|
|
#1 |
|
Max Vödisch
Registriert seit: 26.03.2013
Ort: Osterzell
Beiträge: 42
|
Die leeren Gläser sind nun trübe,
das letzte Leuchten ist verweht. Im kalten Hauch der frühen Stunde steht, was vom Fest geblieben, stumm. Die Nacht verblasst, der Lärm erstorben, der Tag schlüpft aus dem fahlen Traum. So fern ist nun der Rausch von gestern, die Hoffnung wirkt so leer und kaum. Ein neues Jahr – so hoffen viele, voll Zuversicht und neuem Licht. Doch Wünsche sind wie schwache Funken, die an der harten Welt erlöschen. Ein frohes Jahr uns allen heute, ein Jahr mit Kraft und klarem Blick. Dass wir uns eine Welt erschaffen, in der der Frieden nicht zerbricht. Ich sehe, wie die Zukunft naht auf Trümmern unsrer alten Zeit. Doch bleibt der Mensch noch blind im Stolz, gefangen im Spiegel seiner Eitelkeit. Er wankt dahin auf dünnem Grunde und merkt nicht, dass er irregeht. Er folgt dem Pfad, den er nicht kennt, bis er im Wind der Welt besteht. Die alten Träume sind verflogen wie weißer Reif im Sonnenbrand. Nur Schatten auf den grauen Wegen, verloren in vergessenem Land. Ein Jahr vergeht – wir wissen nicht, was uns am Ende bleiben wird, was sich aus den kommenden Tagen in unser aller Schicksal schreibt. |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Die graue Zeit | Walther | Liebesträume | 7 | 15.09.2015 12:12 |
| Der Morgen danach | Chavali | Beschreibungen | 4 | 23.03.2015 17:46 |
| Graue Jahre | Antigone | Stammtisch | 2 | 30.11.2012 06:01 |
| Der Morgen danach | Herbstblatt | Ein neuer Morgen | 4 | 09.12.2009 19:35 |