Lieber eKy,
seit gestern bin ich bei der "Naiven". Es stimmt, was Thomas andeutet. Die Begriffserklärung für "NAIV" ist breit gefächert.
Darum beeindruckt auch mich dein Werk im doppelten Sinne.
Als lyrisches Werk ohnehin, aber darüber muss ich mich nicht mehr auslassen. Dir schreibt ein beeindruckter und treuer Fan.
Es ist die Bildfolge, die beim Lesen deines Sonetts entsteht.
Wenn sie nie mündig wurde, wie sollte sie die Wirklichkeit erkennen?
Sie konnte sich nur ergeben.
Da sie nichts anderes kannte, wurde sie nie matt und bange. Ob daraus nun die "Genialität der Naivität" zu folgern ist oder eine vorurteilsfreie, offene, kindliche "Treue", bleibt der Vorstellungskraft des Lesers überlassen.
Ja sogar die letzte Strophe fällt kein Urteil. Es bleiben Widerhall und Klang (keine Klage) - ich sah eine Schwangere, die wieder ihrer genialen Naivität treu bleibt.
Der Leser bildet sich ein Urteil, ob der "Richtigkeit" und erkennt die Tiefe deines Sonetts: Es ist so, ob oft, meist oder immer seltener sei dahingestellt.
Denn sie, selbst befragt, würde warscheinlich auf diese Gedankengänge gar nicht kommen - und er schon gar nicht.
Absolut gut durchdacht und die Wirklichkeit wiedergespiegelt.
Liebe Grüße
Dana