Thema: Verblassen
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Alt 25.06.2012, 21:26   #4
Dana
Slawische Seele
 
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Registriert seit: 07.02.2009
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Lieber eKy,
Zitat:
Zitat von Erich Kykal
Er lief im Park die Runde Jahr um Jahr,
entglitt der Welt und fütterte die Schwäne.
hört sich lang an und ist doch nur ein Augenblick im Ganzen.

Ich neigte nach dem Lesen zur Melancholie. Nach Kommentar und Antwort fühlte ich mich "geläutert". Im Rahmen der Zeit, die es eigentlich nicht gibt, können wir nur den "eigenen Augenblick" betrachten. Jedes Mühen und Hingeben verliert sich wie ein Tropfen im Ozean. Ob der Größe des Ozeans mag er verschwinden - und doch macht jeder Tropfen den Ozean aus.

Ich erkenne diesen Tropfen im Ozean, wenn ich dein Gedicht lese.
Sicher könnte ein Ozean aus Mutter Theresa und Gandhi entstehen und bestehen. Dann wären es aber nur jene "Rinnsale", die die Welt bedeuten, denn die anderen, die Mächtigen, die Lastenden, die Schmerzvollen füllten ihn nach wie vor.
So aber bleiben Worte, Gedichte der "Vergessenen", die gelesen und verinnerlicht werden. Für mich ist dein Gedicht das "I-Tüpfelchen" im Sein.

Du siehst, ich bemühe mich im Ozean den Augenblick zu sehen. Deiner hat mir imponiert, sehr gefallen und bitte, tröpfle weiter. - ( )

Liebe Grüße
Dana
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Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen,
ich schulde ihnen noch mein Leben.
(Frederike Frei)
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