Praeterita mutare non possumus*
Herr Mond, der alte Himmelsknilch,
melkt wieder seine Wolkenkühe;
es scheint, als ob in Schwadenmilch
ein Strahlenring um ihn erblühe.
Sein Halo setzt im Sphärenschein
gespensterhaft die Nacht in Szene,
ein Mensch gedenkt für sich allein
der alten Zeit mit einer Träne.
Und draußen ist es bitterkalt,
der Wind pfeift durch die Baumgerippe,
so sitzt er da, die Faust geballt,
ein Tropfen Blut ziert seine Lippe.
Ein Spiegelbild ruht still und starr
versunken dort am See im Eise,
die Krähe keckert und der Narr
am Abgrund tanzt auf seine Weise.
Der kleine grüne Tannenbaum
wird diesen Kräften wiederstehen;
auch er hat seinen eignen Traum,
die Show muss schließlich weiter gehen.
Falderwald
. .. .
*Vergangenes können wir nicht ändern