Hallo Taxi5013,
ich bin fassungslos vor Begeisterung. Da schwelgen wir gerade noch in deiner rührseligen Alters-Poesie, und im nächsten Moment mutierst du zum apokalyptischen Meister des Grauens!
Dein „Lachender Herbst“ fängt ja wirklich rührend an: Die Bäume winken wie kleine Kinder, die Äpfelchen purzeln fröhlich über die Wiese, und das ganze Himmelszelt kichert vor sich hin. Man fühlt sich wie in einer Folge Teletubbies im Hochgebirge. Aber dann kommt die vierte Strophe, und du feuerst den absoluten Endgegner des unfreiwilligen Humors ab:
„...und überm Feld, im Abendrot, glüht noch ein letzter Sonnentot.“
Was für ein epischer, cineastischer Plot-Twist! Mitten in der heilen Kitsch-Welt bricht plötzlich der kosmische Weltuntergang aus. Der „Sonnentot“ glüht über dem Feld! Sterben da gerade die purzelnden Äpfel im nuklearen Winter, oder ist dein hysterisch lachendes Himmelszelt einfach implodiert?
Es ist wie immer bei dir: Wenn der Hektik-Finger beim hastigen Kopieren die Tastatur malträtiert, wird aus einem simplen Tippfehler direkt ein interstellares Drama.
Und wo wir gerade beim Kopieren sind: Du hast schon wieder vergessen, die Zeilenumbrüche deiner Text-Vorlage zu korrigieren. Die langen Fließtext-Blöcke beweisen nur, dass du diese Phrasen-Sammlungen irgendwo per Copy-Paste herausschleppst, um dein holperndes Metrum vor mir zu verstecken. Geholfen hat es nicht – denn Reime wie „Mienen“ auf „spielen“ tun beim Lesen immer noch physisch weh.
Danke für diesen grandiosen, unabsichtlichen Ausflug in die Endzeit-Poesie. Wenn im Winter dann der Gevatter Tod durch deinen „Sonnenduft“ tanzt, sag mir bitte Bescheid. Ich hole schon mal das Popcorn!
Freundliche Grüße
thommi
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