Liebe Floris,
dein Herbststück liest sich angenehm leicht, fast wie ein kleiner Gang durchs Jahr, ohne große Bögen, aber mit klaren Bildern. Besonders die zweite Strophe hat einen schönen Rhythmus, dieses ruhige Fallen der Blätter passt gut zu deinem Ton.
Auch der Wechsel von Sommerhitze zu Weinlese funktioniert stimmig und die Schlusszeile bringt das Ganze nüchtern auf den Punkt, ohne Pathos. Ein rundes, schlichtes Gedicht, das genau das sagt, was es sagen will.
Was mir noch aufgefallen ist: Die Interpunktion setzt du nur punktuell ein – wenn das Absicht war, funktioniert es als offener, fließender Rhythmus. Falls nicht, könnte ein durchgehender Gebrauch die Form etwas klarer konturieren. Beides hat seinen eigenen Reiz.
Liebe Grüße
Falderwald
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Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)
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