Liebe Floris,
danke dir für deinen Kommentar.
Es freut mich sehr, dass du in dem Sonett etwas wiedererkennst, das dir selbst vertraut geworden ist. Diese Müdigkeit gegenüber bestimmten Verhaltensmustern kommt ja nicht plötzlich — sie wächst leise, über Jahre, bis man irgendwann merkt, dass man sich nicht mehr in Rollen pressen lässt, die anderen so wichtig erscheinen. Genau diese Befreiung wollte der Text zeigen: nicht als lauten Aufbruch, sondern als ruhige Entscheidung, sich nicht länger an fremde Maßstäbe zu binden.
Dass du sagst, du seist „zu alt für solche Mätzchen“ — das trifft den Kern. Irgendwann legt man die Masken ab, nicht aus Trotz, sondern weil man sie nicht mehr braucht. Und es ist tatsächlich tröstlich zu merken, dass man mit dieser Haltung nicht allein steht. Viele haben denselben Punkt erreicht, nur spricht kaum jemand darüber.
Wenn der Text dir dieses Gefühl von „meiner Sorte gibt es mehr“ vermittelt hat, dann hat er genau das getan, was er sollte.
Danke dir für deine Worte.
Liebe Grüße
Falderwald