Lieber Falderwald,
dein Text wirkt wie ein Blick durch ein Fenster, das niemand putzt, weil die Welt dahinter ohnehin zu grell ist.
Die Schnitte zwischen Glamour, Elend und diesem kleinen, stickigen Zimmer treffen hart, aber nicht laut — eher wie etwas, das man schon lange weiß und trotzdem jedes Mal neu spürt.
Die englische Version trägt dieselbe Schwere, aber anders gefärbt: etwas direkter, etwas karger, fast wie ein zweiter Atemzug desselben Gedankens.
Sie macht die Bilder noch klarer, weil sie die Härte ohne Umwege zeigt.
Besonders stark finde ich die Müdigkeit, die sich durch alles zieht, und dieses Erwachen am Ende, das kein Trost ist, sondern nur ein weiterer Moment, in dem man sich selbst wieder zusammensuchen muss.
Das hat eine eigene, dunkle Ehrlichkeit.
Danke fürs Teilen.
Herzliche Grüße von Xenia