Liebe Floris,
dein Text hat eine Schwere, die man nicht wegredet.
Du beschreibst diesen Absturz so direkt, dass man fast mitfällt — ohne Pathos, ohne Dramatisierung, einfach so, wie es ist, wenn man den Abgrund kennt und er einen beim Namen ruft.
Was mich besonders getroffen hat, ist die Art, wie du den Aufstieg zeichnest.
Nicht als Heldentat, sondern als etwas, das man tut, weil man sonst stehenbleibt und sich verliert.
Diese Steigeisen, die du nennst — Freunde, Schreiben, Musik — wirken wie kleine, echte Haltepunkte.
Nichts Großes, aber genug, um weiterzugehen.
Und der Schluss hat eine Kraft, die ich nicht erwartet habe.
Dieses Abstoßen, dieses Segeln über die Schlucht:
Es klingt nicht nach Übermut, sondern nach einem Moment, in dem man sich selbst wieder zutraut, dass es weitergeht.
LG

Lotusblüte