Liebe Floris,
dein Text hat mich sehr bewegt. Du beschreibst dieses Loch so eindringlich, dass man beim Lesen fast selbst an der Kante steht und spürt, wie vertraut dir dieser Abgrund ist.
Besonders stark finde ich, wie du den Schmerz nicht dramatisierst, sondern einfach zeigst, wie er ist — roh, altbekannt, unerbittlich.
Die Bilder vom Fallen und den aufreißenden Erinnerungen sind hart, aber ehrlich. Und gerade deshalb wirkt es so kraftvoll, wenn du später vom Aufstehen sprichst. Dieser Satz über die Steigeisen — Freunde, Schreiben, Musik — der hat etwas unglaublich Wahres.
Man merkt, dass du das nicht theoretisch sagst, sondern aus Erfahrung.
Sehr schön ist auch, wie du am Ende die Perspektive drehst: Dass jemand, der immer wieder aus dem Krater klettert, Muskeln entwickelt. Das ist ein Bild, das bleibt.
Und der Schluss, dieses kraftvolle Abstoßen und drüber Segeln — das hat eine stille Zuversicht, die ich dir von Herzen wünsche.
Ein intensiver, ehrlicher Text. Ich habe ihn sehr gern gelesen.
Herzliche Grüße Xenia