Lieber Falderwald,
Erfroren hat wieder diese stille Melancholie, die du so gut beherrschst.
Man spürt sofort, wie der Jahreszeitenwechsel hier nur der Hintergrund ist für etwas viel Tieferes – dieses Gefühl, dass ein Mensch fehlt und selbst der kommende Frühling daran nichts ändern kann.
Besonders schön finde ich die klare, ruhige Sprache.
Der Text trägt keinen überflüssigen Schmuck, sondern wirkt wie ein leiser Atemzug, der sich einfach in den Herbst legt.
Die letzte Zeile trifft sehr: Dieses „winterkalt“ im Sonnenschein ist ein starkes Bild für eine Liebe, die weiterwirkt, auch wenn sie nicht mehr da ist.
Herzliche Grüße von Xenia