Die Erde brennt...
Die Erde brennt.
Europa glüht im Feuerlicht,
die Sonne, sie kennt keine Gnade.
Sie brennt erbarmungslos herab,
die Erde wird zum Sonnengrabe.
Wo einst noch grüne Bäume standen,
zieht Rauch nun über Felder, Land.
Die Flammen fressen sich durch Wälder,
und Asche fällt wir grauer Sand.
Die Bäche werden still, versiegen,
der Brunnen gibt kein Wasser mehr.
Die trockene Erde reißt in Spalten,
der Himmel aber bleibt so leer.
Die Tiere flüchten vor den Flammen,
sie suchen Schutz, doch finden kaum
noch eine Quelle, einen Schatten,
noch einen kühlen, grünen Baum.
Wir sahen lange diese Zeichen,
und glaubten sie noch weit entfernt.
Jetzt stellt der Himmel seine Weichen,
und plötzlich haben wir gelernt.
Die Erde ist kein endlos Speicher,
kein Eigentum von uns allein.
Wir dürfen nicht nur nehmen, nehmen,
wir müssen ihre Hüter sein.
Vielleicht wird eines Tages wieder
ein sanfter Regen nieder geh?n.
Und zwischen kahlen, schwarzen Stämmen,
wird neues, junges Grün entstehn.`
Doch dafür müssen wir begreifen,
bevor das letzte Leben geht,
Die Erde kann auch ohne Menschen,
doch ohne Erde niemand lebt.
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