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Alt 12.08.2026, 11:57   #2
Xenia
Lim-Fee
 
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Liebe Marga,

dein Gedicht hat eine sehr ernste, fast dringliche Stimme, die man sofort hört.
Beim Lesen musste ich an jene Nachrichten denken, die man manchmal nur halb erträgt, weil sie zeigen, wie viel wir der Erde tatsächlich zumuten. Deine Zeilen greifen dieses Gefühl gut auf – dieses leise Weinen, das man nicht hört, aber doch spürt.

Manches wirkt sehr direkt und ohne Umschweife, und gerade das passt zu dem Thema.
Ich kenne solche Gedanken gut, in denen man sich fragt, wie lange das alles noch gut gehen kann, wenn wir immer weiter nehmen und so wenig zurückgeben. Die Bilder von den Bäumen, den Meeren und den „Schätzen“, die irgendwann erschöpft sind, haben etwas sehr Eindringliches.

Besonders berührt hat mich die Stelle, in der du schreibst, dass die Erde sich eines Tages rächen könnte.
Das ist natürlich ein starkes Bild, aber manchmal braucht es solche Worte, damit man überhaupt innehält. Ich musste an einen Spaziergang denken, bei dem ich einmal durch einen Wald ging, der halb abgeholzt war – da spürt man plötzlich, wie verletzlich alles ist.

Der Schluss ist sehr klar: Wir haben nur diese eine Welt, und es wäre schön, wenn wir das nicht erst merken, wenn es zu spät ist.
Dein Gedicht erinnert daran, ohne zu belehren, sondern einfach mit einem ernsten, ehrlichen Ton.

Herzliche Grüße von Xenia
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