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Alt 12.08.2026, 11:31   #2
Xenia
Lim-Fee
 
Registriert seit: 01.05.2014
Beiträge: 177
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Lieber Max,

dein Gedicht hat eine sehr tröstliche Grundhaltung, die man sofort spürt.
Dieses Bild vom Riss, der nicht nur zerstört, sondern auch Licht hineinlässt – das hat etwas sehr Wahres. Ich musste beim Lesen an Situationen denken, in denen man erst später merkt, dass ein Bruch auch eine Öffnung sein kann. Manchmal braucht es ja wirklich einen kleinen Spalt, damit etwas Neues überhaupt durchkommt.

Besonders schön finde ich die Stellen, in denen du Mut ganz leise beschreibst.
„Der Mut war leise, nicht entflohn“ – das hat mich berührt. Oft ist Mut ja gar nicht laut oder heroisch, sondern eher ein stilles Weiterglimmen, das man erst bemerkt, wenn man wieder aufsteht.

Auch die Wiederholung am Ende wirkt wie ein bewusst gesetzter Kreis.
Manchmal liest man etwas zweimal und es entfaltet erst dann seine ganze Wirkung.
Ich kenne das gut – manche Gedanken brauchen ein zweites Durchgehen, damit sie sich setzen.

Insgesamt strahlt dein Text viel Zuversicht aus, ohne kitschig zu werden.
Das mag ich sehr.

Herzliche Grüße von Xenia
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