Lieber Taxi,
deine Lerche hat etwas sehr Anrührendes.
Ich musste beim Lesen ein wenig an frühe Sommermorgen denken, wenn man irgendwo auf dem Land unterwegs ist und plötzlich dieses helle, fast übermütige Trillern hört. Das hast du gut eingefangen – dieses Gefühl, dass so ein kleiner Vogel eine ganze Welt zum Klingen bringen kann.
Besonders schön finde ich die Stellen, in denen du die Lerche nicht nur beschreibst, sondern ihr fast eine kleine Lebensweisheit mitgibst.
„Nicht Größe ist es, die uns macht“ – das hat mich tatsächlich kurz innehalten lassen. Manchmal sind es ja wirklich die kleinen Dinge, die uns durch den Tag tragen.
Ich musste auch ein wenig schmunzeln, weil ich einmal eine Lerche gesehen habe, die so hoch gestiegen ist, dass ich sie fast aus den Augen verloren hätte. Da dachte ich mir: Die hat wirklich keine Angst vor der Welt. Dein Gedicht erinnert mich daran.
Der Schluss ist sehr zart und persönlich, fast wie ein kleines Gebet.
Dieses Bild, dass ihr Lied über der eigenen Nacht weiterklingt, hat etwas Tröstliches.
Herzliche Grüße von Xenia