Hallo Max,
danke dir für deine Worte. Du hast den Kern des Textes sehr genau getroffen: Fantasie nicht als Flucht, sondern als Raum, in dem sich das innere Gleichgewicht wieder ordnen kann.
Die Verbindung von Dunkelheit und Licht ist für mich kein Gegensatz, sondern ein Prozess — und ich freue mich, dass diese Bewegung für dich spürbar war.
Deine Rückmeldung ist sehr wertschätzend und zeigt, dass der Text genau dort angekommen ist, wo er hin wollte.
Liebe Grüße
Falderwald
-------------------------
Hallo MakaVeli,
du hast ein eigenes Gedicht geschrieben, das sich ausführlich mit einer Fantasie beschäftigt, die du mir zuschreibst — nicht mit der, die im Text steht. Das ist ein interessanter Reflex, aber kein Kommentar.
Deine Beschreibung meiner Fantasie als „ergonomisch“, „eingesessen“ und „formvollendet“ ist ein hübsches kleines Möbelstück, das du da gebaut hast. Nur steht es eben in deinem Zimmer, nicht in meinem Gedicht.
Auch deine Grundsatzbehauptung, Fantasie müsse „fantastisch“ sein, um Fantasie zu sein, ist eine schöne Idee — nur kein literarischer Maßstab. Fantasie ist kein Feuerwerk, das man zündet, um zu beweisen, dass man Fantasie hat. Sie ist ein innerer Vorgang. Genau darum geht es im Text.
Dass du seit zehn Jahren „nichts Fantastisches“ gesehen hast, erklärt nicht meinen Text, sondern deine Erwartung, dass Fantasie gefälligst spektakulär zu sein hat. Wer nur nach Unendlichkeit sucht, übersieht zwangsläufig alles, was tatsächlich stattfindet.
Deine Analogie vom Dichter als „Dachdecker im OpenAir“ ist ein nettes Bild — nur leider eines, das sich selbst überholt: Wer Fantasie ausschließlich dort gelten lässt, wo es reinregnet, wird zwangsläufig nass.
Und dein Schlussmonolog über Dichter, die sich „für vollendet erklären“, während du gleichzeitig erklärst, niemand hier sei fantastisch genug, ist eine Ironie, die du vermutlich nicht beabsichtigt hast.
Ich schreibe Gedichte.
Du schreibst über deine Erwartungen an Dichter.
Das sind zwei verschiedene Ebenen.
Viele Grüße
Falderwald
__________________
Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)
|