Mondlichttraum
Ich hatte einen Mondlichttraum,
er führte mich durch Zeit und Raum,
an wundersame Orte,
dort fielen tausend Worte,
die niemand je gesprochen hat,
wie Zeichen auf ein leeres Blatt.
Ich sah des Himmels Spiegelung
im Schatten der Erinnerung
und bunte Seifenblasen
aus Schäfchenwolken rasen,
sie stürmten wie ein Wirbelwind
durch mein Gedankenlabyrinth.
Hier flogen Wale durch die Luft,
mit Silberflügeln, und ein Duft
betörender Aromen
entströmte den Phantomen
der uferlosen Unterwelt
hoch über ihrem Himmelszelt.
Die Hymne einer Nachtigall
erklang von einem Wasserfall,
sein Nass floss still nach oben,
in Perlen, die zerstoben,
im Rhythmus ihrer Melodie
zum Spiritus der Lichtmagie.
Hier gab es weder Krieg noch Leid,
kein Blutvergießen weit und breit,
es gab nur Harmonien
in meinen Fantasien,
so friedvoll war das Leben hier
und dieser Traum gehörte mir.
Falderwald
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