Lieber MakaVeli,
danke für deine ausführlichen Gedanken. Ich spüre darin viel Leidenschaft, Enttäuschung, Hoffnung und den Wunsch nach Veränderung.
Als ich das Bild des goldenen Käfigs geschrieben habe, dachte ich weniger an konkrete politische oder gesellschaftliche Gruppen als an einen allgemeinen menschlichen Zustand. Oft bleiben Menschen in vertrauten Strukturen, obwohl sie darunter leiden. Nicht unbedingt, weil sie diese lieben, sondern weil das Unbekannte Angst macht. Der Käfig schützt und begrenzt zugleich.
Vielleicht hast du recht, dass Angst dabei eine große Rolle spielt. Angst kann Menschen lähmen, sie kann aber auch dazu führen, dass sie sich an das klammern, was sie kennen. Mein Gedicht wollte vor allem auf diesen Zwiespalt aufmerksam machen.
Deinen Wunsch nach „Liedern“ statt bloßer Meinungen finde ich interessant. Vielleicht braucht es tatsächlich mehr Worte, die verbinden, ermutigen und Hoffnung geben, statt nur zu analysieren oder zu urteilen.
Jedenfalls danke ich dir, dass du dich so intensiv mit dem Text auseinandergesetzt hast. Auch wenn wir manches unterschiedlich sehen, zeigt dein Beitrag, dass die Zeilen etwas in Bewegung gebracht haben – und das ist für einen Autor nie selbstverständlich.
Viele Grüße
Max
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