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Alt 10.03.2026, 17:46   #1
Falderwald
Lyrische Emotion
 
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Registriert seit: 07.02.2009
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Blinzeln Klagelied auf die Zwangsbeglückung



Klagelied auf die Zwangsbeglückung


Ich will euch heut ein Liedchen singen
von Reimen, die wie Reime klingen,
von Metrik, die nicht ständig stolpert,
damit kein Vers so grausam holpert,
von Sinn und Unsinn in den Zeilen,
die wild durch manche Strophen eilen,
von Worten, die es lohnt, zu dichten,
statt Geist und Leser hinzurichten,
von schlechtgelaunten Satzentwürfen,
die wirken wie ein Suppenschlürfen,
von hingerotzten Beugungssilben,
Kadenzen, die am Schluss vergilben,
von Dichtern, die es echt nicht bringen,
weil sie die Sprache qualvoll zwingen,
Metaphern nicht zu schätzen wissen,
„beschissen“ reimen auf Narzissen,
die schlicht durch die Begriffe leiern
und so durch die Gedichte eiern,
wie ich mit diesen dummen Sätzen:
Ich hoffe sehr, ihr wisst’s zu schätzen.


Falderwald
. .. .



Zitat:
Zitat von Arthur Schopenhauer
Man bestreite keines Menschen Meinung; sondern bedenke, daß wenn man alle Absurditäten, die er glaubt, ihm ausreden wollte, man Methusalems Alter erreichen könnte, ohne damit fertig zu werden.
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Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)



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