Hi,
wie immer eine starke Wortwahl mit mächtigen poetischen Bildern und unerwarteten semantischen Schleifen und Wendungen. Also genau, was Poesie ausmacht. Den Versuch mit dem "zu einem psst Detail:" werde ich mir merken. Eine interessante Erweiterung der Sprache über Meta-Elemente.
Und doch springt das Gefühl nicht über. Es kommt mir vor, als würde jemand am Schreibtisch über ein ihm fremdes Thema sinnieren.
Der Anfang über den "Sex" ist schön, aber "Spalte vertikal" und "Schnittmenge" lässt meine Erregung merklich sinken.
Tantra.....ist natürlich ein heftiges und anregenden Thema. Wie immer wenn es um Sachen geht, die mit "Sex" zu tun haben.
Tantra ist oft gar nicht so "schweißnass porentief" wie das Gedicht vermittelt, sondern auch mal eher "langweilig".
Du sprichst an, was Tantra erreichen will, die letzte Zeile sagt es,
aber es kommt nicht rüber.
Diese Einheit, die Verschmelzung, die Auslösung des Individuums, das Eingehen in Gott mithilfe der Verschmelzung, die Bewusstseinserweiterung, die Erfahrung der All-Einheit, die Auslöschung des Ich-Bewusstseins, das Eintauchen in die ewige Energie
da kommt das Gedicht nicht heran. Da helfen auch keine Verweise auf externe Quellen und Bilder. Das macht es nicht besser.
Der kosmische-ewige Rudi
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