Gedichte-Eiland

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Feder Zensor 27.08.2026 19:00

Grüß Gott aus Bregenz
 
Grüß Gott zusammen,

auf Empfehlung eines Bekannten habe ich den Weg in dieses beschauliche Forum gefunden. Mir wurde berichtet, dass sich hier qualitativ hochwertige Lyrik und Prosa abseits des üblichen digitalen Einheitsbreis entdecken lässt.

Kurz zu mir: Ich bin pensionierter Oberstudienrat aus Bregenz. In meinem Studium habe ich mich neben der Mathematik und der Physik intensiv der Germanistik gewidmet. Die klassische Literatur begleitet mich zeitlebens. Nach Jahrzehnten an der Schule möchte ich mein geschultes Auge nun hier einbringen.

Ich werde mich ab und an mit sachlichen Rezensionen zu Wort melden. Meine Kritiken orientieren sich dabei ausschließlich am Text. Ein Gedicht ist ein eigenständiges Kunstwerk – meine Besprechungen sind daher niemals als persönlicher Angriff zu verstehen, sondern als handwerkliche Hilfestellung. Perfektion erwarte ich nicht, aber den Willen zum präzisen Arbeiten.

Gefälligkeitskommentare und falschen Applaus wird man von mir nicht hören. Dafür aber ehrliche, konstruktive Kritik.Mit der Zeit werde ich auch den einen oder anderen eigenen Text zur Diskussion stellen.

Ich freue mich auf den literarischen Austausch.

Feder Zensor


Falderwald 27.08.2026 21:31

Hallo Feder Zensor,

herzlich willkommen im Forum. Es freut mich, dass Sie den Weg hierher gefunden haben und Ihr „geschultes Auge“ künftig einbringen möchten. Die Mischung aus Mathematik, Physik, Germanistik und jahrzehntelanger Lehrerfahrung ist zweifellos beeindruckend — eine solche Fächerkombination begegnet man sonst eher in Schulcurricula als in literarischen Foren.

Ihr Hinweis, dass Sie sich „ab und an mit sachlichen Rezensionen zu Wort melden“ werden, ist angekommen. Ebenso Ihre Ankündigung, dass Gefälligkeitskommentare nicht zu Ihrem Repertoire gehören. Das ist eine klare Positionierung, und Klarheit ist immer hilfreich — besonders für jene Mitglieder, die nicht mit der Rhetorik eines Oberstudienrats vertraut sind und sich vielleicht weniger akademisch ausdrücken.

Unser Forum lebt von Vielfalt:
von poetischen Stimmen, experimentellen Texten, stillen Anfängern, mutigen Fortgeschrittenen und gelegentlich auch von Menschen, die lieber lesen als schreiben. Ich bin sicher, dass Ihre kritische Perspektive eine Bereicherung sein kann — vorausgesetzt, sie bleibt so konstruktiv, wie Sie es ankündigen, und berücksichtigt, dass nicht jeder hier mit universitärem Hintergrund oder jahrzehntelanger Unterrichtserfahrung ausgestattet ist.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und — ganz besonders — auf die Texte, die Sie selbst zur Diskussion stellen möchten. Es ist immer spannend, die Handschrift eines Kritikers auch in eigener Feder kennenzulernen.

Mit freundlichem Gruß
Falderwald


Feder Zensor 28.08.2026 17:56

Habe die Ehre, Falderwald,

ich danke Ihnen für den freundlichen und differenzierten Empfang in dieser Runde.

Ihre Sorge bezüglich der „Rhetorik eines Oberstudienrats“ greife ich gerne auf, um ein mögliches Missverständnis direkt im Keim zu ersticken: Ein Text benötigt kein universitäres Studium, um handwerklich sauber zu sein, und eine Rezension braucht kein akademisches Prädikat, um verstanden zu werden. Die deutsche Sprache und ihre formalen Regeln sind kein Privileg von Bildungseliten, sondern das gemeinsame, universelle Werkzeug aller Schreibenden.

Mein Fokus liegt niemals auf dem sozialen oder akademischen Hintergrund eines Autors, sondern ausschließlich auf dem Textkörper, den er zur Diskussion stellt. Ein starkes Bild oder ein fehlerfreier Rhythmus überzeugen durch sich selbst, ganz gleich, wer die Feder geführt hat. Konstruktivität bedeutet für mich jedoch auch, Schwachstellen klar beim Namen zu nennen, statt sie hinter falschem Applaus zu verstecken – denn nur das schärft den Blick und hilft dem Schreibenden wirklich weiter.

Was Ihre berechtigte Neugier auf meine eigenen Texte betrifft: Seien Sie unbesorgt. Wer im Glashaus sitzt, sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen – oder er muss sicherstellen, dass sein Glashaus aus Panzerglas besteht. Ich werde zu gegebener Zeit liefern und stelle mich dann mit Vergnügen derselben unbestechlichen Kritik, die ich auch hier anwende.

Ich freue mich auf die kommenden, lebendigen Diskussionen.

Mit vorzüglicher Hochachtung,
Feder Zensor



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