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Das Lied des Meeres
Am Ufer, wo die Wellen singen,
und salzig-frisch die Lüfte wehn, da kann mein Herz die Freiheit finden, wenn weiße Möwen kreisend ziehn. Das Meer erzählt von fernen Zeiten, von Schiffen, die der Wind einst trieb, von Menschen, die zu neuen Weiten dem Ruf des Horizontes der rief. Ich sitze still im feuchten Sand und schaue weit zum Horizont, dort liegt, verborgen, fremdes Land, das meine Sehnsucht locken konnt. Und wenn am Abend rote Feuer im Meer versinken, still und sacht, dann wird die Welt mir ungeheuer weit, wie ein Traum in tiefer Nacht. Das Meer kennt meine stillen Tränen, es trägt sie fort, wohin ich seh. Es kennt die Freude und das Sehnen und flüstert leise: „Komm – geh.“ Doch manchmal, wenn die Wellen schweigen und Mondlicht auf dem Wasser ruht, dann scheint das Meer sich mir zu zeigen wie ein alter Freund, der alles tut. |
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