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Neue Stimmen
Nach dem Krieg
kehrten manche zurück. Andere kamen an. Sie brachten keine Koffer voller Reichtum. Sie brachten ihr Handwerk, ihre Sprache und Erinnerungen an Orte, die hinter einer neuen Grenze zurückgeblieben waren. Ein Unternehmer verlegte seine Weberei aus Thüringen nach Oberfranken. Mit ihm kamen viele Menschen, die ihre Heimat hatten verlassen müssen. Wo einst nur wenige Handwebstühle klapperten, begannen nun Maschinen den Takt einer neuen Zeit. Auf den Straßen hörte man thüringische, sächsische, schlesische und ostpreußische Stimmen. Für uns Kinder war das ganz selbstverständlich. Wir spielten miteinander, ohne zu fragen, woher einer kam. Und eines Tages merkte niemand mehr, dass die Kinder nicht mehr den Dialekt ihrer Eltern sprachen. Sie redeten fränkisch. Nicht, weil sie ihre Herkunft vergessen hatten. Sondern weil eine neue Heimat auch eine neue Sprache gefunden hatte. |
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Falderwald