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Die Stille danach
Woher der Glanz, den alle Gassen tragen,
wenn wir einander finden und behalten? Und all die Pauken, die zur Feier schlagen? Woher die Farben, die in Bildern walten, daraus wir Pläne schmieden, die wir wagen? Verloren scheint der Tag, der ohne Funken sich ärmlich müht, Vergangenes zu tragen: Die Gläser leer, schon gestern ausgetrunken, und an die müdgeblickten Fenster schlagen verstaubte Blätter wie der Zeit entsunken. Doch solche Augenblicke sind bisweilen den Sinnen kostbar, die sie treulich hüten, wenn wir bewegt durch unser Leben eilen, so wie ein Garten erst durch seine Blüten die Düfte schenkt, die wir versonnen teilen. Was immer Glanz und Feste auch bedeuten, darin wir farbig sind und uns bewegen, entpuppen und in neue Leben häuten - im Stillen erst begreifen wir den Segen des Augenblicks der Einsicht, die wir scheuten. |
Lieber eKy,
eine lyrisch schöne und philosophisch kluge Betrachtung.:Blume: Wohl dem, den die Stille erreicht und ihm zum Genuss wird - denn darin schließt sich der Kreis. Im jenem Kreis erschließt sich auch die Einsicht: Nicht trauern, was vorüber ist; froh (dankbar) sein, dass man daran teilhaben konnte. Nicht jede Kindheit und Jugend kann davon "zehren". Gefällt mir sehr. Liebe Grüße Dana |
Guten Abend, Erich,
auch mir gefallen die Zeilen sehr gut, besonders stark die Metaphern in Vers 2. Dein Werk fordert zum Innehalten auf. Feiern, Fröhlich sein gehören zum Leben dazu. Aber ebenso sollten wir uns auch die Muße der Stille gönnen, um nicht der Oberflächlichkeit zu verfallen. Passt gut in Philosophisches und Nachdenkliches. Grüße von Koko |
Hi Dana, Koko!
Vielen Dank für eure Gedanken zu diesem Gedicht! Ich hatte in den letzten Tagen (für meine Verhältnisse) viele Gäste, und es war viel los und ich hatte viel Bewegung und war unter Leuten, die mir wohlgesonnen sind. Jetzt ist eine Art Ruhe eingekehrt, die das Fehlen dieser Menschen bewusst macht, aber auch all die schönen Erlebnisse und Stunden dieser Tage subsummiert. Das wollte ich mit diesen Zeilen zum Ausdruck bringen. LG, Erich |
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Dana und Falderwald
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