Thema: Wilde Pferde
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Alt 31.05.2016, 04:15   #4
Lailany
Kiwifrüchtchen
 
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Kia ora Eky
wohaaa, ein so positiver Kommi von dir ist mir viel wert! Ich war schon dabei, es resignierend zu entsorgen, da ich überhaupt nicht damit zufrieden war... erachtete es als zu lahm. Ein lahmer Gaul sozusagen - kein Wildpferd.
Deine Verbesserungsvorschläge hab ich schon übernommen, vielen Dank dafür! Die 6Heber sind mir anscheinend bei den letzten Fummeleien reingeplumpst. Alle meine Entwürfe haben die korrekten 5.

1.Qu Z 4:
Die Mitvergangenheit bei "spürtest" muss ich behalten:
Die Einführung ist allgemein, sprich zeitneutral.
Das 2. Qu ist definitiv Gegenwart. Der sinngemäße Sprung vom Entgleiten der Zügel zum "ziellos durch die Gassen irrend" scheint mir ein zu weiter zu sein, um ihn "gegenwärtig" mit "spürst" zu beschreiben.

Ich wollte ganz bewusst verschiedene Metapherebenen einarbeiten, dass du das lobend erwähnst, zeigt mir, dass es mir gelungen ist und das freut natürlich.

Ja, wir hatten das klassische Sonett als Aufgabe und die Reime meiner Quartette laufen dbzgl aus dem Ruder. Dafür gibts weder Entschuldigung noch Ausrede, ausser die eine: Dafür ist die Schreiberin klassisch. Das ist ja auch was. Solang Auftraggeber Faldi mich nicht deswegen einen Kopf kürzer macht, störts mich auch nicht.

Liebe Dana
das "echte Lai-Gedicht" lass ich mir ganz genüsslich auf der Zunge zergehen. Ha, das tut gut!
Eigentlich sollte ich es umbenennen in NachTorschlussPanikSonett.
Sowieso schon von vornherein musenverlassen und buchstabenleer, hab ich all die Wochen rumgetrödelt und das Basteln von einem Tag auf den nächsten verschoben. Als ich Sonntag abends (eurem Sonntag Morgen) noch immer nix auf der Reihe hatte, hab ich mich schon zum nächsten Abtauchen vorbereitet.
Dann machte ich aber doch noch mit schier brachialer Gewalt 2 weitere Anläufe und das ist dabei rausgekommen. Wie sagtest du einmal so treffend - rausgequält. Genau. Unter imaginären Peitschenhieben rausgeprügelt.
Und drum war ich auch weit entfernt von zufrieden damit.
Nur das schlechte Gewissen, die Sommervögel schon wieder hängen zu lassen, hat mich zum Einstellen bewogen.
Wie sehr mich jetzt das positive Feedback darauf freut, kannst du bestimmt ermessen.

Und... wie immer... hast du mit dieser deiner Interpretation den Nagel mittig auf den Kopf getroffen: Rat der Mutter eines Sohnes an sein Mädchen.
Du bist die Meisterin im Ausloten von Seelentiefen. Dass dich mein Text berührt hat, ist mir eine Ehre.

Euch zwei beiden, Eky und Dana, ganz herzlichen Dank für euren Besuch, die Korrekturhilfen und die lobenden Worte.

LG von Lai
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"Manchmal ist es so demütigend, ein Mensch sein zu müssen..." Erich Kykal

Geändert von Lailany (31.05.2016 um 04:54 Uhr)
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